Robustness Validation: Bessere Qualität in die Autos

Die Robustness Validation zur Bewertung von ICs für Autos rückt in greifbare Nähe: In Reutlingen trafen sich kürzlich auf Initiative der Society of Automotive Engineers (SAE), der Japanes SAE und des ZVEI Vertreter der Kfz-Hersteller, ihrer Zulieferer und der IC-Hersteller, um eine neue Guideline für die Qualitätssicherung aktiver Halbleitern zu erarbeiten.

»Alle Beteiligten haben verstanden, es geht nur gemeinsam«, freut sich Helmut Keller, Vorsitzender des Arbeitskreises Robustness Validation des ZVEI. Er spricht sogar von einem historischen Ereignis, zum ersten Mal in der Geschichte saßen - nach einer ersten Einführungsrunde Ende vergangenen Jahres (siehe »Markt&Technik«-Ausgabe 49/2005, Seite 1) - internationale Autohersteller, ihre Zulieferer und die Halbleiterhersteller in einem Raum zusammen, um miteinander neue Richtlinien für die Qualitätssicherung zu erarbeiten. Und das obwohl sich der Arbeitskreis Robustness Validation des ZVEI erst vor einem Jahr gebildet hat. Deshalb ist Keller optimistisch, dass der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden kann und spätestens bis Ende des Jahres ein erster Entwurf für das Handbuch Robustness Validation vorliegt. Alle Beteiligten - darunter Automobilhersteller wie Audi, BMW, Daimler Chrysler und Nissan sowie Halbleiterhersteller wie Infineon, Renesas, Elmos, Melexis, Bosch und Freescale - waren sich einig, dass die alte AEC Q 100, die auf statistischen Verfahren aus den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zurückgeht, nicht mehr die Antwort auf die Qualitätsherausforderungen von heute liefern können.