Renesas Technology: Neue Modelle für R8C/Tiny-Serie

Für die aus 16-Bit Core-MCUs mit On-Chip-Flash-Speicher bestehende R8C/Tiny-Serie gibt es 36 neue Modelle in 12 Gruppen. Sie bieten erweiterte Funktionen sowie Gehäuse mit mehr Anschlüssen und sind konzipiert für den Einsatz in Automobilanwendungen.

Die neuen MCUs sind mit eingebautem Flash-Speicher und einem präzisen Taktoszillator ausgestattet. Es gibt die Chips in Versionen für einen Betriebstemperaturbereich von  40 bis +85°C und den erweiterten Bereich von  40 bis +125 °C. Verfügbar werden sie im Oktober 2008.

Die R8C/Tiny-Serie umfasst jetzt funktional kompatible Modelle in Gehäusen mit 20, 32, 48, 64 und 80 Pins. Automobil-Ingenieure können damit für jedes Anforderungsprofil eine wirtschaftliche MCU-Lösung finden. Auch lassen sich schnell Spezifikationsänderungen berücksichtigen. Um etwa den Funktionsumfang zu erweitern oder die Speicherkapazität zu erhöhen, muss lediglich auf einen anderen R8C/Tiny-Baustein gewechselt werden. Dies spart Zeit und Kosten, da keine Design-Änderungen nötig sind.
 
Die MCUs der Gruppen R8C/38E/36E/34E haben optimierte On-Chip-Peripheriefunktionen. So wurde die Genauigkeit des eingebauten High-speed Oszillators auf ±1 % verbessert. Dadurch ist kein externer Oszillator mehr für die Implementierung der Taktschaltung nötig.

Einige der neuen R8C/Tiny-Modelle verfügen über einen eingebauten Flash-Datenspeicher, so dass auf ein externes EEPROM verzichtet werden kann. Der Speicher bietet jetzt eine BGO-Funktion (Background Operation). Sie ermöglicht der CPU, zeitgleich mit Lese- oder Schreibzugriffen auf den Flash-Speicher Instruktionen zu verarbeiten. Ingenieure können damit auch einfacher Programme schreiben, ohne Rücksicht auf die Lese- und Schreibzugriffe des Daten-Flash nehmen zu müssen. Die Kapazität des Daten-Flash-Speichers wurde auf insgesamt 4 KB (4 Blöcke à 1 KB) verdoppelt.

Die neuen Produkte verfügen über eine einadrige Debugging-Schnittstelle. So können Systementwickler den Emulator/On-Chip-Debugger E8a von Renesas als Entwicklungsumgebung zu nutzen, selbst wenn alle I/O-Pins belegt sind. Eine zusätzliche Debugging-Funktion erlaubt es, während der Ausführung des Anwenderprogramms RAM-Referenzen und Änderungen vorzunehmen, was die Debugging-Effizienz verbessert.
 
Renesas bietet auch eine Palette an Hardware-  und Software-Entwicklungs-Tools an. Zusätzlicher Support kommt von Drittanbietern. Die R8C/Tiny-Produktlinie soll auch künftig durch MCUs mit erhöhter Leistung und erweiterten Funktionen ausgebaut werden.