Renesas: 16-Bit Mikrocontroller für Automobil-Anwendungen

Die M16C/Tiny-Serie wird um 14 neue MCUs erweitert. Sie sind mit integriertem Flash-Speicher ausgestattet und für Body- und Chassis-Control-Anwendungen im Automobil optimiert.

Die neuen M16C/5L- und M16C/56-Gruppen der M16C/Tiny-Serie von Renesas Technology wurden als Nachfolger der MCUs aus den M16C/28- und M16C/29-Gruppen mit integriertem CAN-Controller entwickelt. Sie zeichnen sich durch mehr Funktionen, Leistung sowie Peripheriemerkmale aus und sollen es ermöglichen, die Systemkosten der Anwendung zu senken. Die M16C/5L-Gruppe besitzt zusätzlich zu den Funktionen der M16C/56-Gruppe einen integrierten CAN-Controller. Die neuen Produkte sind kompatibel zu den bereits vorhandenen MCUs. Die Bemusterung beginnt im Oktober 2008.

Die Merkmale der M16C/5L- und M16C/56-Gruppen:
 
Die neuen Gruppen beruhen auf dem CPU-Kern M16C/60 früherer MCUs der M16C/Tiny-Serie. Doch beträgt die Taktfrequenz jetzt 32 MHz und damit das 1,6-Fache der Vorgänger.
Es gibt Versionen mit bis zu 256 KByte Flash-Speicher, was doppelt so viel ist wie bisher. Alle Produkte der M16C/5L- und M16C/56-Gruppen verfügen über On-Chip-Flash-Speicher. Die 80-Pin-Gehäuse-Versionen sind mit 96, 128 oder 256 KByte Flash lieferbar, die 64-Pin-Versionen mit 64, 96, 128 oder 256 KByte. Zusätzlich gibt es einen separaten 16 KByte Flash-Speicher als User Boot ROM für kleine Programme wie das Überschreiben des Flash-Speichers. Auch sind die neuen MCUs mit einem Data-Flash-Bereich (zwei Blöcke zu jeweils 4 KByte) ausgestattet, das mit 10.000 Rewrite-Zyklen spezifiziert ist.

Verdoppelt wurde die Zahl der DMA-Controller-Kanäle von zwei auf vier. Darüber hinaus sind ein Watchdog-Timer mit separatem On-Chip-Oszillator, eine Unterspannungs-Erkennung sowie ein High-Speed On-Chip-Oszillator vorhanden. Diese Peripheriefunktionen verringern die Zahl der externen Bauelemente.

Nützlich für Automotive-Applikationen sind Timer zum Regeln von 3 Phasen Motoren, Timer mit Unterstützung für Input Capture, Output Compare und PWM-Erzeugung, eine serielle Schnittstelle sowie ein schneller A/D-Wandler. Auch Power-Down-Betriebsarten zur Senkung des Stromverbrauchs sind implementiert. Darüber hinaus wird der Stromverbrauch mit den Low-Speed-Betriebsarten (z. B. Subclock  oder Wait-Modus) gesenkt, wodurch der für Body-Applikationen im Automobilbereich nötige stromsparende Betrieb ermöglicht wird. Unterstützt werden die Temperaturbereiche von  40 bis +85 °C und von  40 bis +125 °C.