Elektromobilität Renault-Nissan und Daimler kooperieren

Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands von Daimler und Leiter von Mercedes-Benz Cars.

Die Renault-Nissan-Allianz und Daimler haben heute eine weit reichende strategische Vereinbarung getroffen, nach der beide Unternehmen unter anderem bei der nächsten Generation des smart fortwo und Renault Twingo, einschließlich der Varianten mit Elektroantrieb zusammenarbeiten.

Im Zuge dessen haben die beiden OEMs auch eine gegenseitige Kapitalbeteiligung, deren Struktur auf dem Prinzip einer Überkreuzbeteiligung zwischen Renault, Nissan and Daimler basiert. Renault erhält einen Anteil von 3,1Prozent der Daimler-Aktien und Daimler einen Anteil von 3,1Prozent neu ausgegebener Aktien von Renault sowie von Renault 3,1Prozent der vorhandenen Nissan-Aktien. Unabhängig davon hat Renault vereinbart, 1,55 Prozent der Daimler-Aktien mit Nissan gegen 2 Prozent der Nissan-Aktien zu tauschen. Zudem werden Renault und Nissan dadurch jeweils 1,55 Prozent der eigenen Aktien von Daimler halten. Diese strategische Kooperation wird durch Renault-Nissan. – stellvertretend für die Allianz – und Daimler durch ein neues “Cooperation Committee” gesteuert, in dem alle beteiligten Partner vertreten sein werden. Dieses Komitee wird gemeinsam von Carlos Ghosn und Dieter Zetsche geleitet und sich aus leitenden Führungskräften der beteiligten Unternehmen zusammensetzen.

Die Schwerpunkte der Kooperation basieren auf konkreten Projekten, die umgehend umgesetzt werden sollen. Hierbei handelt es sich im Einzelnen um eine neue, gemeinsame Architektur für Kleinwagen, auf deren Basis die nächste Generation des smart fortwo und der nächste Renault Twingo entwickelt werden. Die Entwicklungsarbeit dieser neuen Architektur wird auf dem Heckantriebskonzept der aktuellen smart-Modelle aufbauen. Die Markteinführungen der gemeinsam entwickelten Modelle sind ab dem Jahr 2013 vorgesehen. Das smart Werk in Hambach, Frankreich, wird die Produktionsstätte der Varianten mit zwei Sitzen, während das Renault-Werk in Novo Mesto, Slowenien, die jeweiligen Viersitzer fertigen wird. Bereits ab Markteinführung werden die gemeinsam entwickelten Fahrzeuge auch mit einem Elektroantrieb verfügbar sein.