Regenerative Bremstechnologie für die Formel 1

Zusammen mit McLaren Electronic Systems wird Freescale KERS-Technologien der nächsten Generation für den Motorsport entwickeln. Wer es noch nicht weiß: KERS steht für Kinetic Energy Recovery System.

Ab nächstes Jahr könnte in der Formel 1 wieder mehr überholt werden, denn dann kommt ein Boost-Knopf zum Einsatz, der kurzfristig zusätzliche Leistung zur Verfügung stellt und zwar per KERS. Die damit erzeugte Bremsenergie darf pro Runde zu einem gewissen Teil zurückgeführt werden. Bei der Energieerzeugung gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: die mechanische (per Schwungrad) oder die elektrische (per Generator). Dr. Peter von Manen, Geschäftsführer von McLaren Electronic Systems (MES), ist aber davon überzeugt, dass die meisten Formel-1-Teams auf die elektronische Variante setzen werden: »Ein Schwungrad in einem Rennauto erzeugt Kräfte, die sich äußerst negativ auf das gesamte Fahrzeug auswirken dürften.«

Um ein möglichst innovatives elektrisches KERS-System zu entwickeln, holt sich McLaren Electronic Systems Hilfe beim Halbleiterhersteller Freescale. »Dieses gemeinsame KERS-Entwicklungsprojekt mit MES bewegt sich an vorderster Front automobiler Technologie«, so Steve Wainwright, VP Sales & Marketing von Freescale. Sein Unternehmen wolle dabei helfen, bei der Umsetzung modernster Powertrain-Steuerungen und energieeffizienter Systeme den entscheidenden Unterschied zu finden. »Wir werden alles daran setzen, dass die gemeinsam mit MES erarbeiteten Technologien rasch Einzug in die breite Masse der normalen Autos halten«, verspricht Wainwright. Er erwartet, dass kleinere, leichtere und effizientere Hybridsysteme aus dieser Initiative hervorgehen.