Punch Telematix: Zeichen stehen auf Wachstum

Carsten Holtrup, Geschäftsführer von Punch Telematix Deutschland, mit dem Bord-Computer CarCube.

Punch Telematix will seinen Wachstumskurs mit eigener Kraft fortsetzen - dies teilten der belgische Mutterkonzern und die deutsche Tochtergesellschaft gestern mit. Damit reagierten die Telematik-Spezialisten auf das Übernahmeangebot von Transics.

 

Die Entscheidung, den eingeschlagenen Wachstumskurs aus eigener Kraft fortzusetzen, gaben der börsennotierte belgische Mutterkonzern Punch Telematix N.V. und das deutsche Tochterunternehmen gestern bekannt. Die Entwicklung sowie der Vertrieb von eigenen Telematik- und Transport-Management-Lösungen hat sich laut den beiden Untenehmen in der Vergangenheit als richtige Strategie erwiesen und wird daher auch in Zukunft in Eigenregie erfolgen. Zulgeich reagieren die beiden Unternehmen damit auf das öffentliche Übernahmeangebot von Transics gegenüber dem belgischen Mutterkonzern. »Mit unseren Bord-Computern und Backoffice-Lösungen haben wir uns in Deutschland binnen zwei Jahren zu einem führenden Anbieter entwickelt. Diesen Kurs werden wir auf jeden Fall fortsetzen«, erklärt Carsten Holtrup, Geschäftsführer von Punch Telematix Deutschland.

Allein im vergangenen Jahr haben sich mit Lehnkering (250 Installationen), Jan de Rijk (200 Installationen) und der Ploeger Gruppe (200 Installationen) zahlreiche namhafte Transport- und Logistikunternehmen für Punch Telematix entschieden. Für ein externes Wachstum durch Unternehmenszusammenschlüsse oder Übernahmen bestehe daher keine Notwendigkeit. Der belgische Mutterkonzern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen positiven Cash-Flow in Höhe von 2,5 Mio. Euro sowie einen Gewinn erwirtschaftet. Darüber hinaus ist das Unternehmen schuldenfrei.

In Verbindung mit einer bislang ungenutzten Kreditlinie in Höhe von zwei Mio. Euro verfügt der Telematik-Spezialist über ausreichend Spielraum für die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten. Über 64 Prozent der Aktien sind zudem im Besitz der Punch-Gruppe, so dass eine mehrheitliche Übernahme ohne Zustimmung von Punch ausgeschlossen ist. In Deutschland setzen derweil nicht nur die Transport- und Logistikunternehmen sondern auch eine zunehmende Zahl von Unternehmen mit angrenzenden IT-Lösungen (Speditions-Software, Buchhaltung etc.) haben Schnittstellen zu den Lösungen von Punch entwickelt. So konnte Punch im vergangenen Jahr mit Transdata Soft- und Hardware, C-Informationssysteme, Computer Steiner, LIS, SLS Synergie Logistik Software und BNS Software als Integrationspartner zertifizieren. »Auch wenn das Übernahmeangebot von Transics ein Vertrauensbeweis in unser Unternehmen sowie unsere Produkte ist, werden wir auch weiterhin auf die eigenständige Weiterentwicklung unserer Transport-Management-Lösungen und Diensten konzentrieren«, ergänzt Holtrup. Allerdings sei sich Punch der Tatsache bewusst, dass es in der Telematik-Branche in Zukunft zu einer Konsolidierung kommen kann. »Wir sind auf alle möglichen Szenarien vorbereitet«, so Holtrup weiter. »Es wird mit uns jedoch nur Lösung geben, die zum Vorteil unserer Kunden und mithin für unser Unternehmen sind«.