FlexRay für Ford Prototyping von FlexRay-Applikationen bei der Ford Motor Company

Laufende Forschungs- und Evaluierungsprojekte in der Automobilindustrie beschäftigen sich mit neuen Elektronikarchitekturen. Der aktuelle Stand der Technik, basierend auf High-Speed-CAN, gerät hinsichtlich der verfüg­baren Datenübertragungsrate und akzeptabler Latenzzeiten bei der Kommunikation immer mehr an seine Grenzen. Mittlerweile wird FlexRay auf breiter Basis als alternative Kommunikationstechnologie evaluiert.

Obwohl die Übertragungsraten- und Determinismus-Anforderungen von FlexRay erfüllt werden, erzeugt die zeitgesteuerte Natur von FlexRay neue Herausforderungen für die Implementierung von Automobilanwendungen. Speziell der Entwurf und die Validierung von zeitgesteuerten Anwendungen führen zu einer neuen Klasse von Fragen, die beantwortet werden müssen. Andererseits bieten solche zeitgesteuerten bzw. synchronen Anwendungen eine solide Basis für effiziente und leistungsfähige Regelungssysteme.

Dieser Artikel diskutiert einen modellbasierten Ansatz, für den Entwurf und die Validierung von zeitgesteuerten, synchronen Anwendungen, welcher vom Evaluierungs-Team bei der Ford Motor Company gewählt wurde. Die Hauptaufgabe des Projekts bestand darin, einen durchgängigen „Model to Target Code“-Entwicklungsprozess für zeitgesteuerte verteilte Regelungssysteme aufzuzeigen. Der gewählte Prozess unterstützt sowohl schnelle, phasensynchrone Antwortzeiten innerhalb eines FlexRay-Zyklus als auch längere Transaktionen, die sich über mehrere FlexRay-Zyklen erstrecken. Dieser Ansatz basiert auf Matlab/Simulink und den darin nahtlos integrierten Simtools-/Simtarget-Blocksets.