Projekt für Motorradkommunikation gestartet

Der Fahrzeugkommunikations-Spezialist carhs.communication wird zusammen mit dem Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZD) der Technischen Universität Darmstadt ein integriertes Kommunikations- und Warnsystem für Motorräder (MoLife) entwickeln.

Das zweijährige Projekt MoLife soll neben technischen Sensoren zur Detektierung fahrdynamischer Zustände auch den Fahrer als »aktiven Sensor« für Gefahren einbinden. Dieser kann andere Motorradfahrer mittels drahtloser Nachrichtenübertragung rechtzeitig vor einer Gefahr warnen. Darüber hinaus wird das Sicherheitssystem um eine integrierte Sprachverbindung erweitert, mit der Motorradfahrer einer Gruppe untereinander kommunizieren können.

Während der Forschungspartner FZD grundlegende Untersuchungen zu Fahrdynamik, Gefahrenerkennung und Sensorik sowie Arbeiten zur Bewertung einzelner Konzepte durchführt, übernimmt carhs.communication die Umsetzung des Systems in Form von Software- und Elektronikentwicklung sowie Prototypenaufbau. Testfahrten und Validierung führen beide Partner gemeinsam durch.

»Das Besondere an MoLife ist, dass diese Kommunikations-Applikation für mehr Sicherheit und Komfort beim Motorradfahren unabhängig von der Verkehrsinfrastruktur und dem Ausstattungsgrad der Gesamtflotte einsetzbar ist«, betont Rainer Hoffmann, Geschäftsführer von carhs.communication. »Im Gegensatz zu den meisten anderen Anwendungen im Bereich Fahrzeugkommunikation ist keine hohe Ausstattungsrate für alle Verkehrsteilnehmer erforderlich.«

»Das Projekt MoLife setzt unsere Forschung für mehr Motorradsicherheit fort, nur dass die Sicherheitswirkung über das einzelne Motorrad hinausgeht. Durch die Zusammenarbeit mit carhs kann dieses Konzept schnell realisiert und unter realen Bedingungen bewertet werden«, fasst Prof. Dr. Hermann Winner von der TU Darmstadt die Ziele des gemeinsamen Projekts zusammen.