Porsche: Einstieg Qatars unter Dach und Fach

Porsche und Qatar Holding haben einen Vertrag über den Einstieg des Emirats Qatar bei dem Sportwagenbauer unterzeichnet. Demnach kauft das Emirat zehn Prozent der Stammaktien von Porsche.

Dr. Wolfgang Porsche, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Porsche, empfing hierfür die Delegation aus Qatar unter Leitung des Premierministers, Scheich Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al-Thani, der in Anwesenheit des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger zwei vertragliche Vereinbarungen unterschrieb. Als erstes setzte der Premierminister des Emirats seine Unterschrift unter den Kaufvertrag, mit dem Qatar zehn Prozent der Stammaktien der Porsche erwirbt. Als Sprecher der Familiengesellschafter unterzeichneten Dr. Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch das Dokument. Der zweite Vertrag, der die Übernahme eines wesentlichen Teils der auf Barausgleich gerichteten Kurssicherungsgeschäfte für VW-Aktien durch das Emirat vorsieht, wurde von Ahmad Al Sayed, CEO der Qatar Holding, und Michael Macht, Vorstandsvorsitzender von Porsche sowie von dessen Stellvertreter, Thomas Edig, unterschrieben.

»Heute ist für uns ein historisch bedeutender Tag. Erstmals in der Unternehmensgeschichte von Porsche erwirbt ein externer Investor einen Anteil an den Stammaktien, die sich bisher im alleinigen Besitz der Familiengesellschafter Porsche und Piëch befanden«, erklärte Dr. Wolfgang Porsche. »Das verbessert nicht nur die Liquiditätssituation von Porsche, sondern ist auch ein wichtiger Schritt auf dem vorgezeichneten Weg zum integrierten Automobilkonzern, den wir gemeinsam mit Volkswagen schmieden wollen«. Denn die Entscheidung Quatars zur Beteiligung an Porsche, war gekoppelt an die Option, zugleich einen wesentlichen Teil der von Porsche gehaltenen Optionen auf VW-Stammaktien zu übernehmen.

»Wir sind stolz, an diesem traditionsreichen Sportwagenhersteller beteiligt zu sein, und wir werden durch unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Familiengesellschaftern dazu beitragen, dass die Erfolgsgeschichte von Porsche auch in Zukunft gemeinsam mit Volkswagen fortgesetzt werden kann«, erklärte Premierminister Scheich Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al-Thani und betonte zugleich, dass sich Qatar als strategischer Investor verstehe.