OpenSynergy wird Mitglied der GenIVI-Allianz

OpenSynergy ist als Associate Member in die Infotainment-Allianz GenIVI berufen worden, um die Mitglieder zu unterstützen, ihre Entwicklungsergebnisse aus den Bereichen Open Source und Standard-Software schneller an die Anforderungen der Automobilindustrie anzupassen.

Mit Hilfe von OpenSynergys Kopplung der Technologien Virtualisierung und AUTOSAR lässt sich Linux-basierte Open-Source-Software schnell in eine automotive Umgebung integrieren. Folglich versprechen sich die Mitglieder des Konsortiums, ihre GenIVI-basierten Applikationen schneller in das Fahrzeug integrieren und in den Markt einzuführen zu können.

Eine wichtige Anforderung komplexer Infotainment-Systeme ist die Skalierbarkeit von Infotainment-Funktionen über verschiedene Produktvarianten hinweg. Bei der Entwicklung von Produkten spielt gerade die Wiederverwendbarkeit von Software-Komponenten eine entscheidende Rolle. Um diese Ziele erreichen zu können, bedarf es einer Plattform, die auf Hardware unterschiedlicher Leistungsklassen aufsetzen kann. »Durch Virtualisierung lassen sich bestehende Software-Komponenten über die Verwendung unterschiedlicher Gast-Betriebssysteme auf dem Virtualisierungs-Layer wiederverwenden. So ergibt sich ein Migrationspfad vom heutigen Stand der Entwicklung hin zu einem Standard-GenIVI-System«, erklärt Rolf Morich, COO von OpenSynergy.

Eine große Herausforderung bei GenIVI sieht OpenSynergy in den automotive-spezifischen Anforderungen wie die kurzen Start-up-Zeiten von Netzwerken und bestimmten Applikationen. Ein Beispiel: Funktionen aus der automotiven Welt, wie die Rear-View-Kamera, müssen innerhalb kürzester Zeit nach Start des Fahrzeugs auf dem Bildschirm verfügbar sein.

Das Konzept von OpenSynergys Automotive-Betriebssytem COQOS erlaubt es, dass durch eine in der Architektur abgebildete Grafik- und Videokomponente derartige Funktionen schneller zur Verfügung stehen. Hierbei übernimmt das µOS die Funktionen mit spezifischen automotiven Anforderungen und überlässt dem Linux-Betriebssystem das Ausführen der Infotainment-Anwendungen. »Das Konzept von COQOS mit seinem µOS ermöglicht die Integration von bestehenden Entertainment-Applikationen der Open-Source-Welt in das Fahrzeug und erfüllt gleichzeitig die harten automotiven Anforderungen, insbesondere an die Schnittstellen zum Fahrzeug«, erläutert Dr. Stefaan Sonck Thiebaut, CTO von OpenSynergy.

Eine kurz- und mittelfristige Herausforderung für GenIVI-Allianz wird es sein, Infotainment-Anwendungen und AUTOSAR-Funktionen auf nur einer Hardware, der HeadUnit, zu integrieren, um die Prozessorleistung zukünftiger Halbleiterbausteine auch der AUTOSAR-Welt zur Verfügung zu stellen. Auf der Infotainmentseite unterstützt COQOS derzeit das Betriebssystem Linux und bildet mit der Micro-Kernel-Technologie die Voraussetzung, um GenIVI-basierte Infotainment-Anwendungen in die AUTOSAR-Umgebung zu integrieren. »Virtualisierung ist die State-of-the-Art-Technologie zur Partitionierung verschiedener automotiver Funktionen (AUTOSAR, Nicht-AUTOSAR) aus unterschiedlichen Fahrzeugdomänen auf nur einem Steuergerät, wie der HeadUnit«, erklärt Frank-Peter Böhm, CEO von OpenSynergy.

Die GenIVI-Allianz ist ein Konsortium aus OEMs und Zulieferern, das die Entwicklung und flächendeckende Verwendung einer standardisierten automobilen Infotainment-Referenz-Plattform voranbringen will. Ziel dieser Arbeit sind kürzere Entwicklungszeiten, schnellere Markteinführungen und geringere Entwicklungskosten für In-Vehicle-Infotainment-(IVI)-basierte Ausrüstung und Software. Zu den Gründungsmitgliedern zählen: BMW, Delphi, General Motors., Intel, Magneti Marelli, PSA Peugeot Citroën, Visteon und Wind River.