NXP unterzeichnet EU-eCall-Memorandum

Gestern hat Marc de Jong, NXP Semiconductors Executive Vice President der Business Unit Automotive und Identification, das eCall-Memorandum-of-Understanding der EU unterschrieben. Durch seine Unterschrift sichert NXP Semiconductors dem Pan-Europäischen Notrufsystems eCall seine volle Unterstützung zu.

»Wir bringen unsere ganze Kompetenz in Halbleiter- und Software-Lösungen für Fahrzeuge ein, um das Fahren sicherer, sauberer, komfortabler und angenehmer zu machen. Unsere Automotive-Telematics-On-board-Unit-Platform 2.5G (ATOP) ist der erste komplett integrierte eCall-Chip. Er kann entweder als eigenständiges Bauteil eingebaut oder in andere Fahrzeugapplikationen wie Connectivity-Boxen, Navigationssysteme oder Radios integriert werden. Mit ATOP wird es möglich sein, eCall auf einfache und kostengünstige Weise in Telematik-Produkte zu integrieren, um die Initiative der Europäischen Kommission zu unterstützen.« so Marc de Jong. »Ich freue mich sehr, dass die Hersteller bereits heute Lösungen verfügbar haben. Sie zeigen zusammen mit der Automobilindustrie und den Mitgliedsstaaten der EU viel Einsatz, den eCall in Europa zu realisieren«, ergänzt Viviane Reding, Komissarin für Information Gesellschaft und Medien.

2003 wurde das Pan-Europäische Notrufsystem eCall durch die Europäische Kommission und Interessenvertreter angeregt, um die Mitgliederstaaten sowie Automobilhersteller, Mobilfunknetzbetreiber, Automobilzulieferindustrie und andere dazu zu bewegen, gemeinsam ein automatisches Unfallalarmsystem für Autos zu entwickeln.

ATOP ist die erste Single-Component-On-Board-Unit (OBU), die eine große Vielfalt an verschiedenen Applikationen unterstützt. Sie kann im Temperaturbereich von -40°C bis +85°C betrieben werden.  Selbstverständlich werden die Qualitätsprozesse der Automobilindustrie sowie ein Lebenszyklus Management unterstützt.

Im Falle eines schweren Unfalls löst das Fahrzeug automatisch einen Notruf an die nächstliegende Notrufzentrale aus. Selbst ohne Sprachverbindung, beispielsweise wegen Bewusstlosigkeit der Fahrzeuginsassen, werden die zur Rettung notwendigen Daten durch den Anruf übermittelt. Die Daten beinhalten unter anderem die genaue geographische Position des Unfallortes. Durch diese exakten Informationen kann die Reaktionszeit der Notfalldienste deutlich reduziert werden - um 50 Prozent in ländlichen Gegenden und um 40 Prozent in Städten. Studien erwarten, dass durch eCall im Fahrzeug jährlich 2500 Menschenleben in der EU gerettet werden können. eCall soll ab September 2010 als Option für alle Neuwagen verfügbar sein.