Nissan plant zwei Li-Ion-Batteriewerke in Europa

An zwei Standorten in Europa fertigt Nissan ab sofort Lithium-Ionen-Batterien. Außerdem präsentierte der japanische OEM gemeinsam mit den Regierungen von Großbritannien und Portugal Pläne zur Errichtung neuer Batteriewerke.

Erst vor wenigen Tagen startete Nissan in Japan Tests zur Serienproduktion fortschrittlicher Akkumulatoren. In Großbritannien fiel die Wahl Nissans zugunsten des bestehenden Werks Sunderland - in Portugal hingegen ist der Automobilhersteller noch auf der Suche nach einem geeigneten Standort. Beide Länder haben Nissan schon finanzielle Unterstützung für seine Pläne zugesichert.

Der Standort Sunderland soll zudem zur Zentrale der europäischen Nissan-Batteriefertigung ausgebaut sowie zum Dreh- und Angelpunkt eines neuen Regionalprojekts werden, das im Nordosten Englands ein Industriezentrum für Umwelttechniken etablieren soll. Die britische Regierung plant, hier Schulungszentren zur Berufsausbildung mit Fokus auf kohlendioxidarme Technologien und ein Testgelände zur Erprobung emissionsarmer Automobile zu errichten.

Mit einer geplanten Jahreskapazität von jeweils 60.000 Einheiten sollen die beiden europäischen Batteriewerke die für die zukünftigen Elektrofahrzeug-Modelle der Automobilhersteller Nissan und Renault notwendigen Akkumulatoren liefern. Um die erwartete Nachfrage decken zu können, sind beide Allianzpartner derzeit noch mit anderen europäischen Ländern im Gespräch und auf der Suche nach weiteren Standorten zur Produktion leistungsstarker Energieträger.Laut Planungen soll bereits im kommenden Jahr mit dem Nissan-Stromer, das erste abgasfreie Automobil der Nissan-Renault-Allianz in Japan und den USA auf den Markt kommen. Im Jahr 2012 will das japanisch-französische Bündnis mit der weltweiten Massenvermarktung beginnen.

»Ein vollkommen neues Werk zur Batterieproduktion und die Absicht, demnächst vielleicht auch Elektrofahrzeuge am Standort Sunderland zu fertigen, sind sehr gute Nachrichten für die Region«, kommentiert Gordon Brown, britischer Premierminister, die Nissan-Entscheidung. »Wir rechnen mit bis zu 350 neuen Jobs direkt im Werk, weiteren Arbeitsplätzen in der örtlichen Zulieferindustrie und der Sicherung bestehender Stellen.«