Nissan: Car-to-x-Kommunikation in Japan

Nissan hat sein Assistenzsystem Carwings mit den Funktionen Slip-Hazard-Alert und Road-Cam erweitert. Damit halten die weltweit ersten Car-to-x-Communication-Funktionen Einzug auf Japans Straßen.

Der Slip-Hazard-Alert informiert den Fahrer über gefährliche Straßenzustände (Glatteis, Schneematsch etc.) und Road-Cam versorgt ihn gleichzeitig mit aktuellen Livecam-Bildern. Mit Hilfe der Funktion Slip-Hazard-Alert werden Daten aus der intelligenten Transportsystem-Infrastruktur (ITS) sowie dem ABS aufbereitet und ortsgenau im Navigationsgerät dargestellt. Darüber hinaus werden auch historische Daten, beispielsweise aus der Unfallstatistik miteinbezogen. Über vorausliegende Gefahrensituationen wird der Fahrer dann akustisch gewarnt.

Bereits im November vergangenen Jahres leitete Nissan mit 100 Pilotfahrzeugen die erste Testphase für den Slip-Hazard-Alert in der japanischen Metropole Sapporo ein. Diese demonstrierte, dass das System die Fahrer effektiv auf die kommenden Fahrbahnverhältnisse sensibilisiert und diese folglich ihr Fahrverhalten dementsprechend anpassten. Nissan integriert die Funktion Slip-Hazard-Alert ab Dezember diesen Jahres ohne Aufpreis in sein Carwings-Assistenzsystem, damit es weiteren Test unter realen Bedingungen unterzogen und der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann.

Zugleich wird das Carwings-System durch Road-Cam ergänzt, einen online Bilddienst, der Bilder in Echtzeit, beispielsweise von verschneiten Bergpässen, im Bordmonitor darstellt. Dabei werden die Bildinformationen alle 15 Minuten automatisch aktualisiert.

Bei Road-Cam werden die Live-cam-Daten des japanischen Wetter-Instituts CERI online im Road-Web-Markup-Language-Format (RWML) an das Forschungzentrum von Nissan übermittelt. Die dort aufbereiteten Informationen werden dann im CWC-Format an den Telematik-Agenten des Fahrzeuges weitergeleitet. Dieser transformiert die Informationen für das Carwings-System, so dass sie auf dem Monitor des Navigationssystems angezeigt werden können.