Hochschule Landshut Neuer Masterstudiengang Bordnetzentwicklung

Gute 60 Kilogramm schwer, rund drei Kilometer Gesamtlänge und bis zu 3000 Steckkontakte – der Kabelbaum in einem Auto.
Gute 60 Kilogramm schwer, rund drei Kilometer Gesamtlänge und bis zu 3000 Steckkontakte – der Kabelbaum in einem Auto.

Der Studiengang Bordnetzentwicklung richtet sich vor allem an die Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Fahrzeugtechnik. Im Studium sollen Elektrik und Mechanik zusammenkommen.

Der Kabelbaum in einem Auto versorgt alle Geräte mit Strom und vernetzt einzelne Teile für den Datenaustausch. Diesem hochkomplexen Gebilde widmet sich der neue Masterstudiengang Bordnetzentwicklung an der Hochschule Landshut. Die zukünftigen Absolventen können unter anderem Kabelbäume entwerfen und haben ein Verständnis für die Planung und Organisation der Produktion.

„Da jedes Auto individuell ausgestattet ist, gibt es beispielsweise bei einem 1er BMW bis 50 Millionen verschiedene Möglichkeiten und Eigenschaften, wie ein Kabelbaum aufgebaut werden kann“, erklärt Studiengangleiter Prof. Dr. Mathias Rausch. Nicht nur die diversen Fahrzeugmodelle und Ausstattungsvarianten auch die Materialeigenschaften der verschiedenen Kabel, die benötigten Spannungen und Stromstärken der Fahrzeugteile sowie die Umweltbedingungen bestimmen die Struktur eines Kabelbaums. Die Absolventen des deutschlandweit einzigartigen Masterstudiengangs sind sehr gefragt. Daher sind einige beteiligte Unternehmen auch bereit, eine Stiftungsprofessur zu finanzieren.

Neben den technischen Lehrinhalten steht auch die Logistik im Zentrum des Studiengangs Bordnetzentwicklung, denn Autos und ihre Bestandteile werden oft in mehreren Ländern hergestellt und zusammengebaut. Das Studium dauert drei Semester und wird mit einem Master of Engineering abgeschlossen.