Wie lässt sich die Robustheit von Datennetzen in Kraftfahrzeugen messen und optimieren? Netz-Bits unter der Lupe

Autohersteller müssen auch in Zukunft besser ausgestattete, umweltfreundlichere und noch sicherere Fahrzeuge zu geringeren Kosten bauen. Das geht nur mit zusätzlicher Elektronik, die vernetzt sein muss. Doch zum Test der Netz-Robustheit benötigt man die entsprechend geeignete Messtechnik.

Wie lässt sich die Robustheit von Datennetzen in Kraftfahrzeugen messen und optimieren?

Autohersteller müssen auch in Zukunft besser ausgestattete, umweltfreundlichere und noch sicherere Fahrzeuge zu geringeren Kosten bauen. Das geht nur mit zusätzlicher Elektronik, die vernetzt sein muss. Doch zum Test der Netz-Robustheit benötigt man die entsprechend geeignete Messtechnik.

Neue Komfort- oder Sicherheitsfunktionen, Maßnahmen zum Spritsparen und zur Emissionssenkung sowie zur Fahrerunterstützung benötigen eine Vielzahl elektronischer Steuergeräte, die über das ganze Fahrzeug verteilt sind und über Datenleitungen miteinander kommunizieren. Die meisten Funktionen müssen bestimmte Vorgaben für die Reaktionszeit einhalten (Tabelle), die sich in der Regel aus der Wichtigkeit der entsprechenden Funktion und aus der Wahrnehmungsfähigkeit des Benutzers ergeben. Alle diese Zeiten einzuhalten, stellt die größte Schwierigkeit bei der Konzeption eines robusten Fahrzeug-Netzwerkes dar. Meist werden aus Kostengründen unterschiedliche Architekturen kombiniert, was Planung, Realisierung und Validierung zusätzlich erschwert.

Die richtige Wahl einer Netzwerk-Topologie erhöht zwar die Robustheit von Teilbereichen, z.B. des Antriebsstrangs, verringert jedoch nicht die Komplexität der E/E-Architektur des Fahrzeugs. Zu bedenken ist auch, dass das Versagen einer verteilten Fahrerassistenzfunktion schwerwiegende Folgen haben kann – die Robustheit der Netzwerk-Kommunikation ist daher die Basis für ein zuverlässiges Fahren.