Ende einer unendlichen Geschichte NEC Electronics und Renesas werden Eins

Nachdem die beiden Halbleiterhersteller im April angekündigt hatten, bis Ende Juli die Verträge bezüglich des Zusammenschlusses unterzeichnen zu wollen und der Termin erst auf August und dann auf September verschoben wurde, ist jetzt das Abkommen unterzeichnet worden.

NEC Electronics, Renesas Technology und die dazugehörigen Mutterkonzerne – NEC, Hitachi und Mitsubishi Electric – haben ein Abkommen unterzeichnet, wonach NEC Electronics und Renesas Technology zu einem Unternehmen zusammengeführt werden. Der Name des neuen Unternehmens: Renesas Electronics. Der Merger ist zum 1. April 2010 geplant. Der Hauptsitz wird Kawasaki City sein. Junshi Yamaguchi, derzeitiger President und CEO von NEC Electronics, wird Chairman, Yasushi Akao, derzeitiger President von Renesas, wird auch President von Renesas Electronics. Das neue Unternehmen will am 1. April 2010 rund 133 Mio. neue Aktien ausgeben. Laut Plan werden NEC Corporation 33,42 Prozent, Hitachi 30,73 Prozent, Mitsubishi Electric 25,14 Prozent und die Japan Trustee Services Bank 1,54 Prozent halten.

Wie die Zeitung „Nikkei News“ zuvor berichtet hatte, sollen sich die Gesellschafter bereit erklärt haben, eine Finanzspritze in Höhe von 200 Mrd. Yen (rund 1,5 Mrd. Euro) zu leisten, nachdem Renesas und NEC Electronics im letzten Geschäftsjahr Gesamtverluste in Höhe von rund 2,1 Mrd. Euro eingefahren hatten. In beiden Unternehmen, die ja nach der Sättigung des Heimatmarktes Japan Wachstumspotential vor allen Dingen in Europas Automobilindustrie sehen, dürfte nach den aufgetretenen Verwirrungen bei Kunden, Distributoren und Geschäftspartnern anlässlich der zweifachen Terminverschiebung jetzt wieder mehr Ruhe einkehren.

Sensations-Merger in Foundry-Industrie

Diese Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Der Finanzinvestor ATIC aus Abu Dhabi wird die Foundry Chartered mit Sitz in Singapur für rund 3,9 Mrd. Dollar kaufen. ATIC will Globalfoundries und Chartered in einem zweiten Schritt zusammenschließen. Wenn man die Quartalszahlen beider Unternehmen zusammenzählt, würde durch den Zusammenschluss „der ewige Zweite“ UMC auf Platz 3 verdrängt. Branchenführer TSMC, der zuletzt fast den dreifachen Umsatz von UMC generierte, ist freilich auch für eine neue Foundry Globalfoundries/Chartered außer Reichweite. Nichtsdestotrotz dürften sich durch diesen Zusammenschluss signifikante Synergien ergeben, da Globalfoundries Großkunde AMD in der Vergangenheit auch schon Teile bei Chartered hat fertigen lassen. Doug Grose, Chief Executive Officer (CEO) von Globalfoundries, soll als CEO und Chia Song Hwee, CEO von Chartered, als Chief Operating Officer (COO) dem gemeinsamen Geschäft vorstehen. Chia Song Hwee wird außerdem die Integration der beiden Unternehmen leiten.

Grüne Motorräder auf Chinas und Indiens Straßen?

Freescale hat zusammen mit der Firma ElectroJet ein auf dem 16-bit-Mikrocontroller S12X basierendes Einspritzsystem für kleine Motorräder, Scooter und Motorroller vorgestellt, das weniger als 50 Dollar kostet und den  Schadstoffausstoß gegenüber Vergaser-Modellen um mehr als 90 % reduzieren kann. Diese generieren bislang in den Straßen von Bangkok, Shanghai oder Neu Dehli einen bis fünfmal höheren Schadstoffausstoß als ein Kleinwagen. Auf der Bonneville Speed Week in Salt Lake City, USA, stellte ein Ingenieur von Freescale auf einem 150-ccm-Motorrad der Firma Dayun, in dem das neue Einspitzsystem verbaut wurde, mit 101 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf. Gegenüber einem Vergaser-Modell konnte der Verbrauch um 12 bis 15 % reduziert werden.