NEC Electronics: Radikalkur für den Automotive-Sektor

NEC Electronics will bis 2010 die Nummer 1 unter den Herstellern von Automotive-MCUs werden. Dazu unternimmt NEC weit reichende Restrukturierungen der Fertigung, der Entwicklung und der Qualitätssicherung.

In der Fertigung wird die bereits bestehende Fab in Roseville von 6- auf 8-Zoll-Wafer und von 0,32-/0,25-µm auf 0,15-µm-Prozesse umgerüstet. Das Equipment kommt aus der Fabrik in Sagamihara/Japan und wird nach USA transferiert. Die 8-Zoll-Linie in Sagamihara wird nicht ersetzt, um die operativen Kosten zu senken.

Bis September will NEC eine Pilotlinie in Roseville installiert haben, 2008 soll die Fertigung auf mehr als 6000 Wafer pro Monat hochgefahren sein. Damit verfügt NEC Electronics über zwei Fabriken, in denen es ICs für Automotive-Industrie fertigt: Roseville und Kumamoto/Japan. Außerdem wird NEC Electronics seine Test- und Assembly-Services für die amerikanischen und europäischen Automotive-MCU-Kunden bei NEC Semiconductors in Singapur konzentrieren. Dazu soll die Kapazität in Singapur um 65 Prozent auf 10 Mio. Stück pro Monat gesteigert werden. Die derzeitige Test- und Assembly-Fabrik in Irland soll wegen der hohen operativen Kosten geschlossen werden. Das America’s Dallas Design Center, das früher ASICs entwickelt hat, entwickelt in Zukunft ebenfalls Automotive-MCUs. An seinem europäischen Hauptsitz in Düsseldorf etabliert NEC ein neues europäisches Quality-Centre. Dort sollen die Qualitätssicherungsmaßnahmen aus Düsseldorf mit den Quality-Managment-Anstrengungen aus Irland zusammengeführt werden.

Von den jetzt eingeleiteten Maßnahmen erwartet sich das Unternehmen, dass sein Marktanteil bei Automotive-MCUs schnell wachsen wird. Ziel: 20 Prozent Marktanteil mit Automotive-MCUs bis 2010.