Bosch und SBB Cargo Mit Automobiltechnik Güterzuge vernetzen

Mit einem neuen System zur Zustandsüberwachung soll ein Güterzug zum digitalisierten und intelligenten Transportmittel werden.
Mit einem neuen System zur Zustandsüberwachung soll ein Güterzug zum digitalisierten und intelligenten Transportmittel werden.

Intelligente Züge sollen den Güterverkehr und die Logistik revolutionieren: Gemeinsam mit der Schweizer Güterbahn SBB Cargo will Bosch Engineering die Züge mit Sensoren und Vernetzungs-Hardware ausstatten.

Zukünftig sollen die Güterwagen der SBB Cargo Informationen über Fracht und Position an eine Leitstelle senden. Damit will das Unternehmen Waren schneller ans Ziel bringen und seine Kunden besser informieren. Bei der Vernetzung der Güterzüge kommt Bosch-Automobiltechnik zum Einsatz: So werden die Züge mit Sensoren ausgestattet, die Informationen über seine Position sowie den Zustand von Ladung und Wagen sammeln, wie beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Erschütterungen. Eine Vernetzungs-Hardware sendet die Daten per Mobilfunk an einen Server und stellt sie dem Bahnbetreiber online zur Verfügung. Damit kann dieser jederzeit nachvollziehen, wo sich Waggons und Waren befinden. Eine vorausschauende Zustandsüberwachung informiert über Verschleiß von Komponenten, um anstehende Reparaturen bedarfsgerecht und frühzeitig zu planen. Innovative Automobiltechnik und Bahn-Expertise

Für Bosch Engineering und SBB Cargo bedeutet die vereinbarte Kooperation eine Ausweitung ihrer bestehenden Zusammenarbeit. Bereits seit Februar 2015 ist eine erste SBB Cargo-Testflotte mit einem vernetzten Zustandsüberwachungs-System auf dem schweizerischen Bahnnetz unterwegs. Erste Funktionen werden getestet und weiterentwickelt. Die Vernetzungstechnik aus der automobilen Großserie hat Bosch Engineering speziell an das neue Einsatzgebiet angepasst. Sie soll zukünftig weiterentwickelt werden, um neue Funktionen umzusetzen.