Markt für Automotive-MEMS wächst bis 2010 auf über 2 Mrd. Dollar

Nach einer aktuellen Marktuntersuchung der Wicht Technologie Consulting (WTC) betrug der Umsatz der Top-Ten-Hersteller von MEMS für Automotive-Anwendungen im Jahr 2006 über 1,6 Mrd. Dollar.

Ein jährliches Wachstum von 9 Prozent vorausgesetzt, würden die Top-Ten-Hersteller bereits 2009 einen Umsatz von über 2 Mrd. Dollar erzielen. Damit hat sich der Markt für MEMS im Automotive-Einsatz offenbar besser entwickelt, als noch in der Nexus III Studie angenommen. Damals gingen die Autoren von einem Weltmarktvolumen für Automotive-MEMS im Jahr 2004 von 1,29 Mrd. Dollar aus und erwarteten für 2009 ein Umsatzvolumen von 1,97 Mrd. Dollar. Die nun von WTC veröffentliche Untersuchung ist der weltweit erste Report, der sich ausschließlich auf MEMS für den Automotive-Einsatz konzentriert.

Wichtigester Hersteller ist dabei mit deutlichem Abstand zur Nummer 2 der Branchenführer Robert Bosch. Nach den vorläufigen Untersuchungsergebnissen, erzielte er 2006 mit MEMS für den Automotive-Einsatz einen Umsatz von 380 Mio. Dollar. Auf Platz 2 liegen gleichauf Freescale und Schneider Electric mit jeweils 200 Mio. Dollar. Auf Platz 3 rangiert Analog Devices, das sich mit 150 Mio. Dollar knapp gegen Denso mit 140 Mio. Dollar umsetzen konnte. Mit fünf Unternehmen unter den Top-Ten, entfallen auf US-amerikanische Hersteller rund 45 Prozent des Top-Ten-Umsatzes. Die beiden deutschen Vertreter Bosch und Infineon Technologies können nach dieser Studie ein knappes Drittel des Gesamtumsatzes der Top-Ten-Hersteller auf sich vereinen. Der französische Hersteller Schneider (200 Mio. Dollar), der japanische Anbieter Denso (140 Mio. Dollar) und das finnische Unternehmen VTI Technologies (94,8 Mio. Dollar) komplettieren das Zehnerfeld.

Mit einem geschätzten Umsatzvolumen von rund 200 Mio. Dollar im Jahr 2006, stellen MEMS-Lösungen für Airbags nach wie vor eines der wichtigsten Anwendungssegmente dar. Mehr über den Einsatz von MEMS im Automotive-Bereich erfahren Sie im Sonderheft »Automotive« der »Markt&Technik«, das am 23. März erscheint.