Continental Leistungsstarke Injektoren für effizientere Benzinmotoren

XL3-Injektor von Continental.
XL3-Injektor von Continental.

Mit verfeinerten Ansteuerfunktionen soll die aktuelle Magnetventilinjektor-Generation fit gemacht werden für die strengen Anforderungen künftiger Abgasnormen.

Kommende Abgasnormen, wie Euro 6b (ab 9/2014) und Euro 6c (ab 9/2017) erfordern eine weiter optimierte motorische Verbrennung. Gerade der Ottomotor gewinnt hierbei an Bedeutung, weil er durch effizientere Verbrennung, Downsizing und Turboaufladung noch ein hohes Einsparpotenzial bietet. Daher steigt die Zahl der Ottomotoren mit Direkteinspritzung (DI) stetig. Dieser Motorentyp ist sehr effizient, erfordert aber leistungsfähige Injektoren für eine Einspritzung mit aktuell bis zu 200 bar. Der Zulieferer Continental hat für diese Anwendungen die XL3-Magnetventilinjektoren entwickelt. Nun werden die XL3-Injektoren für die hohen Anforderungen der Euro-6c-Norm weiterentwickelt. Die zugehörige Feinarbeit gilt beispielsweise der Ansteuerfunktion, die das schnelle Öffnen und Schließen des Injektors sicherstellt und damit eine sehr präzise Dosierung vor allem im Kleinmengenbereich ermöglichen soll. Genauigkeit in Verbindung mit der Möglichkeit zur Mehrfacheinspritzung hilft nach Aussage von Continental, die Entstehung von Rußpartikeln in Benzin-DI-Motoren zu senken und kann Kosten für die Abgasnachbehandlung vermeiden.

Benzin-DI-Motoren erfordern prinzipiell eine sehr genaue Abstimmung des Injektorverhaltens auf den Motor, um die bestmögliche Kraftstoffeffizienz zu erreichen. Angesichts der engen Grenzen der Euro-6c-Norm bei der Rußpartikelzahl und -menge ist Kontrolle besonders wichtig: Nur mit exakt gesteuerten Einspritzvorgängen lässt sich bei unterschiedlichsten Bedingungen im Brennraum jeweils die erforderliche Strahlaufbereitung und Strahlausbreitung erreichen. Künftig gilt das noch mehr als heute, denn mit neuen Testzyklen, wie dem WLTC (World Harmonized Light Duty Driving Test Cycle) und RDE (Real Driving Emissions) gehören mehr transiente Vorgänge (Lastwechsel) zum Zyklus. Gerade diese dynamischen Veränderungen der Einspritzung und Verbrennung können den Verbrauch stark beeinflussen und stellen deshalb erhöhte Anforderungen an die Injektoren.