Landwind versucht Neustart

Der chinesische Autohersteller Jiangling Motors Co. (JMC) will Medienberichten zufolge seinen Landwind wieder in Deutschland anbieten. Bereits 2005 sollte der Geländewagen als erstes chinesisches Automobil hier eingeführt werden, wurde jedoch nach dem verheerenden ADAC-Crashtest vom Markt genommen.

Der Jiangling Landwind schnitt 2005 im ADAC-Test katastophal ab. So hatte der ADAC mitgeteilt, dass bei einem Frontalaufprall mit nur 64 Stundenkilometern die Fahrgastzelle des Wagens völlig zusammengebrochen sei. »Der Fahrer hätte keine Überlebenschance gehabt.« Weitere Mängel waren Schlingerneigung, unpräzise Lenkung, lange Bremswege und schlampige Verarbeitung. Ein Elektronisches Stabilitätsprogramm fehlte ebenso wie ABS. Jetzt soll ein deutlich verbessertes Modell den deutschen Markt aufrollen. Für den EuroNCAP-Crashtest erwartet der Händler diesmal 3,5 Sterne.

Generalimporteur für Europa ist die belgische Landwind Motor Corporation (LWMC). Von ihr bezieht der deutsche Haupthändler Automobile Reinders Ltd. aus dem nordrheinwestfälischen Melle-Riemsloh seine Fahrzeuge. Nach eigenen Angaben werden die ersten Modelle des Geländewagens GS6 in wenigen Wochen verfügbar sein. Der Preis soll bei 16.000 Euro liegen. Gestartet wird mit einem Kontingent von 1200 Fahrzeugen. Ein weiteres Modell ist der 7-Sitzer Landwind Fashion, der in etwa drei Monaten in Deutschland für 11.900 Euro verkauft werden soll.