Koenigsegg kauft Saab

Koenigsegg und der im Insolvenzsumpf steckende Automobilriese GM haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, gemäß der der kleine schwedische Sportwagen-Hersteller die GM-Tochter Saab kauft.

Bereits seit Tagen gilt Koenigsegg als Topfavorit für den Kauf der schwedischen GM-Tochter. Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung ist es nun klar: Die 40-Mann-Edelsportwagen-Manufraktur aus dem südschwedischen Ängelholm übernimmt den in Trollhättan ansässigen OEM mit rund 3500 Mitarbeitern allein in Schweden.

Die Transaktion soll laut Berichten zum dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein. Angaben zum Kaufpreis äußerte keines der beiden Unternehmen. Nur so viel: Der Kauf stützt sich auf einen Kredit in Höhe von 600 Mio. Dollar der Europäischen Investitionsbank, für den das Land Schweden als Bürge eintreten soll. GM seinerseits erlässt Koenigsegg rund 75 Prozent des bestehenden Saab-Schuldenberges – damit verzichtet GM auf knapp 832 Mio. Euro. Zudem will GM Saab für einen bestimmten Zeitraum weiter mit Antriebstechnologien versorgen und auch die nächste Generation des Saab 9-5 soll im schwedischen Trollhättan vom Band rollen.

Im Geschäftsjahr 2008 verkaufte Koenigsegg weltweit nur 20 Sportwagen – zu Preisen beginnend bei 650.000 Euro. Der Jahresumsatz lag bei rund 10 Mio. Euro, der Gewinn bei umgerechnet knapp 111.000 Euro.