Karmann: Mehr als ein Viertel der Belegschaft muss gehen

Wie der Sprecher des Insolvenzverwalters von Karmann, Pietro Nuvoloni, mitteilte, plant das Unternehmen mehr als ein Viertel seiner Arbeitsplätze abzubauen – damit würden 513 Mitarbeiter ihren Job verlieren.

Angaben zu Kündigungszeitpunkten sind bis dato nicht bekannt. »Das muss man als Prozess sehen«, erklärte Nuvoloni. Vor allem will Karmann zuerst noch bestehende Aufträge der einzelnen Abteilungen abarbeiten lassen. Als beschlossene Sache gilt, dass der Werkzeugbau mit rund 245 Beschäftigten geschlossen wird. Noch vergangenene Woche wurde mit dem Betriebsrat die Streichung von nur 164 Stellen erörtert. »Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen«, stellte Gerhard Schrader, Betriebsratchef von Karmann, fest.

Bereits kurz vor Ostern meldete Karmann Insolvenz an (elektroniknet berichtete). Eine Überlebenschance für den Cabrio-Spezialisten könnte die geplante und bereits eingeleitete Umstrukturierung zu einem reinen Cabriodachhersteller und Fahrzeugentwickler – insbesondere für Elektrofahrzeuge - bringen. Aktuell beschäftigt der Automobilzulieferer 1979 Mitarbeiter.