Invensity: Hohe Benzinpreise verstärken Zuwächse in China

In China sehen die Technologie-Berater für europäische Automobil-Hersteller große Absatzmöglichkeiten, aber auch große Konkurrenz. Für den Innovations-Report 2008 wurden 100 Führungskräfte der Automobil-Branche befragt.

Für 59 Prozent der Befragten zählt China bei den Automobil-Verkäufen bis 2015 zu den größten Wachstumsmärkten weltweit. Danach folgen Osteuropa (einschließlich Russland) mit 29 und Indien mit 27 Prozent.

Ein Grund dafür sind Invensity zufolge unter anderem die Benzinpreise, die in West-Europa deutlich höher als in China sind. »In Deutschland kostet der Liter Super-Benzin momentan rund 1,50 Euro. Chinesen zahlen umgerechnet etwa 60 Cent. Die Differenz wird sich in absehbarer Zeit nicht deutlich ändern, da ist es absolut stringent, dass die Fachleute für China höhere Zuwächse erwarten«, erläutert Frank Lichtenberg, Geschäftsführer von Invensity.

Doch ergaben die Befragungen der Experten auch, dass sich in China die größte Konkurrenz für europäische Autobauer befindet. 67 Prozent der Führungskräfte sind der Meinung, dass chinesische Hersteller für westliche Konzerne am gefährlichsten sind.

»Deutsche Firmen werden verstärkt in Asien investieren. Doch die damit verbundene Verlagerung von Arbeitsplätzen hat nicht nur Nachteile: Chinesisches Personal muss intensiver geschult werden. Schnittstellenmanagement und internationales Projektmanagement müssen sichergestellt werden. Dadurch entstehen hierzulande tausende Jobs für Coachs und Supervisoren, die nach Peking oder Shanghai fliegen, um dort auszubilden«, so Frank Lichtenberg.