Elektromobilität Infineon: Halbleiter als Wegbereiter der Elektromobilität

Für eine marktfähige und vor allem bezahlbare Elektromobilität sind Halbleiterlösungen Wegbereiter und Motor, um die noch bestehenden technischen und infrastrukturellen Hürden auf dem Weg hin zur Elektromobilität zu nehmen.

Vor dem Hintergrund schwindender Erdölreserven, steigender Energiepreise, Klimawandel und strengen Vorschriften zum CO2-Ausstoß von Fahrzeugen herrscht Einigkeit bei Wirtschaft und Politik: Das Auto der Zukunft fährt elektrisch. Allerdings sind bis dahin noch einige technische und infrastrukturelle Hürden zu nehmen.

"Innovative Halbleiterlösungen sind Wegbereiter und Motor der Elektromobilität", erklärte Peter Bauer, Sprecher des Vorstands von Infineon auf der Hannover Messe. "Unsere Sensoren, Mikrocontroller und Leistungshalbleiter schaffen die Voraussetzungen für eine marktfähige und bezahlbare Elektromobilität." Damit das Elektroauto jedoch den Weg aus der Nische ins Volumen findet, sind zwei Punkte wesentlich: Eine massive Kostensenkung und der Aufbau einer intelligenten Infrastruktur zur Energieversorgung (Smart Grid).

Gerade Halbleiterprodukte spielen bei der Energiegewinnung, -übertragung, Einspeisung in die Batterie und Rückspeisung ins Smart Grid eine zentrale Rolle. Im Fahrzeug selbst senken sie die Kosten des Antriebs und der Elektronik und erhöhen Reichweite sowie die effiziente Nutzung der Batterie. "Zugleich sind wir auch Nutznießer der Entwicklung hin zum Elektroauto", ergänzte Bauer. In Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb sind derzeit Halbleiterkomponenten im Wert von rund 300 Dollar eingebaut. In Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird dieser Wert bei rund 600 Dollar liegen - und damit doppelt so hoch ausfallen. Aus diesem Grund hat Infineon für eigene Forschungszwecke zwei Elektro-Carts gebaut, die zeigen, wie Chip-basierte Technologien für den elektrischen Antrieb in der Praxis funktionieren.