Infineon enttäuscht im viertem Quartal

Infineon Technologies AG hat am Mittwoch die Ergebnisse für das am 30. September abgelaufene vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2007 vorgelegt. Der Verlust ist höher ausgefallen als von Analysten erwartet. Vor allem die Speicherchip-Tochter Qimonda drücke das Ergebnis.

Infineon Technologies AG hat am Mittwoch die Ergebnisse für das am 30. September abgelaufene vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2007 vorgelegt. Der Verlust ist höher ausgefallen als von Analysten erwartet. Vor allem die Speicherchip-Tochter Qimonda drücke das Ergebnis.

Im vierten Geschäftsquartal verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 1,84 Milliarden Euro. Inklusive der Verluste der Speicherchiptochter Qimonda lag der Fehlbetrag bei 280 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 218 Mio. Euro gerechnet. Das Ebit lag bei minus 241 Millionen Euro, der Fehlbetrag je Aktie (verwässert und unverwässert) betrug 0,37 Euro. Im Konzernfehlbetrag sind Sonderaufwendungen in Höhe von 53 Millionen Euro für die Abwertung der aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit der Unternehmenssteuerreform 2008 enthalten.

Auch im Gesamtjahr drückten die Ergebnisse von Qimonda den Konzern tiefer in die Verlustzone. Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2007 betrug 7,68 Milliarden Euro, was 3 Prozent weniger ist als im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Der Konzernfehlbetrag lag bei 368 Millionen Euro gegenüber einem Konzernfehlbetrag von 268 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2006. Das Ebit des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2007 bei minus 256 Millionen Euro gegenüber minus 15 Millionen Euro im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Der Fehlbetrag je Aktie (verwässert und unverwässert) lag bei 0,49 Euro gegenüber 0,36 Euro im Geschäftsjahr 2006.

Der Umsatz von Infineon ohne Qimonda lag im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 bei 1,13 Milliarden Euro, was 11 Prozent mehr als im Vorquartal ist. Zu verdanken ist dies den Umsatzsteigerungen in den Segmenten Automotive, Industrial & Multimarket und Communication Solutions. Das Ebit von Infineon ohne Qimonda lag im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 bei minus 25 Millionen Euro gegenüber 13 Millionen Euro im Vorquartal. Enthalten im Ebit des vierten Geschäftsquartals sind Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von 94 Millionen Euro, die vor allem durch den Verkauf von Qimonda-Aktien verursacht wurden. Das Ebit im dritten Geschäftsquartal enthielt Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von 3 Millionen Euro.

Das Segment Automotive, Industrial & Multimarket erzielte im vierten Quartal einen Rekordumsatz von 814 Millionen Euro und eine Ebit-Marge von 12 Prozent. Das Ebit stieg auf 98 Millionen Euro gegenüber 81 Millionen Euro im  Vorquartal. Das Segment Communication Solutions erzielte im vierten Quartal einen Umsatz von 318 Millionen Euro. Das Ebit stieg von minus 34 Millionen Euro im Vorquartal auf minus 16 Millionen Euro.

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte Infineon ohne Qimonda einen Umsatz von 4,07 Milliarden Euro gegenüber 4,11 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ebit von Infineon ohne Qimonda lag bei minus 49 Millionen Euro. Das Ebit im Geschäftsjahr 2006 betrug minus 217 Millionen Euro. Im Ebit des Geschäftsjahrs 2007 sind Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von 128 Millionen Euro enthalten im Vergleich zu Netto-Sonderaufwendungen von 199 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2006.