Kooperationsprojekt Hochschule entwickelt HiL-Prüfstand für Lenksysteme

HiL-Prüfstand mit Force-Feedback-Lenkrad - so lässt sich das Fahrgefühl bereits in einer frühen Entwicklungsphase erahnen.

Mechatronische Systeme im Kraftfahrzeug sind eine Maßnahme die gegenwärtig oft genutzt wird um die steigenden Anforderungen hinsichtlich Energieeffizienz und Komfort zu bewältigen. Speziell für Lenksysteme hat die Fachhochschule Köln nun einen Hardware-in-the-Loop-Prüfstand (HiL) entwickelt.

Im Automobilbau setzen sich vermehrt elektromechanische Servolenkungen durch, die auf konventionelle Servopumpen verzichten und nur Energie verbrauchen, wenn das Lenkrad betätigt wird, d.h. eine Lenkkraftunterstützung notwendig wird.

Bei der Entwicklung eines derartigen Systems wird der genaue Funktionsumfang bzw. die Systemeigengschaften zu einem großen Teil per Software festgelegt und muss dementsprechend im Vorfeld simuliert werden. Als Hilfsmittel kann beispielsweise ein HiL-Prüfstand dienen, wie ihn die Fachhochschule Köln in Zusammenarbeit mit der DMecS GmbH & Co. KG vorgestellt hat. Dieser Prüfstand verfügt zudem über ein Force-Feedback-Lenkrad, ähnlich wie bei gängigen Videospielkonsolen.

So lässt sich bereits in der Entwicklungsphase das Lenkgefühl des fertigen Produkts erfühlen und bei Bedarf durch Veränderung von Reglerstrukturen oder Kennlinien anpassen. Durch die Verlagerung dieser Vorgänge in eine frühe Phase der Produktentwicklung verringert sich dementsprechend der Abstimmungs- und Testaufwand, beispielsweise bei Fahrversuchen.

Der Prüfstand entstand an der FH Köln, im Cologne Laboratory of Mechatronics (CLM; Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion).