Head-up-Display mit fahrzeugunabhängiger Integration

Johnson Controls stattet den neuen Peugeot 5008 mit einem Head Medium Display aus. Die optional verfügbare Anzeige zeigt wichtige Fahrzeuginformationen wie Geschwindigkeits- oder Abstandshinweise unmittelbar im Sichtfeld des Fahrers an. Das eingespiegelte Bild erscheint in einer virtuellen Entfernung von 1,80 m und kann vom Auge ohne Akkommodationszeit erkannt werden.

Beim neuen "Head Medium Display" (HMD) von Johnson Controls wird die Bildinformation auf einer ausklappbaren und durchsichtigen Polycarbonat-Scheibe im Blickfeld des Fahrers darstellt, die über der Hutze herausgefahren wird.

Eine vertikal integrierte ABN-Display-Anzeige (Advanced Black Nematic) sorgt für einen hohen Kontrast und bietet auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine hervorragende Lesbarkeit.

Die Informationen des monochromen Displays werden durch zwei LEDs für die LCD-Hinterleuchtung mit einer Helligkeit von mehr als 4.000 cd/m² über einen Spiegel auf die halbtransparente HMD-Linse reflektiert. Das erzeugte virtuelle Bild hat eine Größe von 51 mm x 110 mm und befindet sich direkt im Blickfeld des Fahrers. Der Strahlengang ist so berechnet, dass sich der Brennpunkt der Darstellung rund 1,80 m vor dem Fahrer befindet. Es ist keine weitere Akkommodation der Augen notwendig. Die Wahrnehmung von Display-Informationen wie Geschwindigkeits-, Tempomat- und Abstandskontrollanzeigen erfolgt deutlich schneller als bei Anzeigen außerhalb des unmittelbaren Sichtfeldes. Johnson Controls hat sich bei seiner Head-up-Lösung für ein flexibles und kostengünstiges System und gegen die Windschutzscheibe als Reflexionsebene entschieden, denn diese ist für Anzeigeanwendungen nur bedingt geeignet: Zum einen muss eine besondere Beschichtung auf das Glas aufgebracht werden, um eine ausreichende Rückspiegelung zu erhalten. Zum anderen sind Windschutzscheiben Produktionsschwankungen unterworfen, weshalb die Projektion für jede Scheibe individuell justiert werden muss, um eine homogene Darstellung bieten zu können. Dieser Abgleich ist zeitaufwendig und damit kostenintensiv.

Die kompakte Bauweise des HMD lässt dem Automobilhersteller eine große Design-Freiheit, sowohl was die Interieur-Gestaltung betrifft als auch in Bezug auf die Darstellungsmöglichkeiten des Displays. Die integrierte CAN-Schnittstelle des Moduls sorgt außerdem für eine einfache Anbindung an die vorhandene Elektronikarchitektur im Fahrzeug.