Halbleiter für Autos: Hoher Bedarf und hoher Preisdruck

2007 soll der Umsatz mit Chips für den Einsatz in Kraftfahrzeugen gegenüber dem Vorjahr um 1,12 Mrd. Dollar auf 17,53 Mrd. Dollar steigen.

Damit fällt die Wachstumsrate von 6,8 Prozent leicht unter die des Vorjahres in Höhe von 7,5 Prozent. Das begründet Chris Webber, Strategy Analyst VP for Global Automotive von Strategy Analytics Strategy Analytics in der neusten Marktstudie »Automotive Semiconductor Vendor 2006 Market Shares« mit dem harten Preisdruck, den die OEMs ausüben. Die größten drei Hersteller von Automotive-ICs sind Freescale, Infineon und STMicroelectronics, die zusammen auf einen Umsatz von 5,1 Mrd. Dollar kommen, gefolgt von Renesas auf dem vierten Platz und NEC. Diese fünf Hersteller halten einen Anteil am Weltmarkt für diese ICs von 43 Prozent.
 
Vor allem Sicherheitsfunktionen lassen den Markt für Automotive-ICs weiter wachsen. Das gilt für die etablierten Systeme wie ABS, ESP und Insassenschutz genauso wie für neue aktive Sicherheitssysteme wie Advanced Driver Assistance Systems (ADAS). Diese Systeme erfordern meist Halbleitersensoren plus Prozessoren hoher Leistungsfähigkeit und der entsprechenden Speicher. Chris Webber nennt weitere Wachstumsbereiche, darunter Passive Keyless Entry und LED-Beleuchtungen sowie Infotainment. Fest eingebaute Navigationssysteme dagegen legen nur wenig zu, erstens weil die OEMs den Preis für die eingebauten Navigationsgeräte zu hoch halten, zweitens, weil die meisten Kunden sich lieber die preisgünstigeren tragbaren Navigationsgeräte kaufen.

Die Aussichten für weiteres Wachstum sind gut, nicht nur, weil der Anteil der Elektronik pro Auto wächst, sondern auch, weil mehr Autos gebaut werden, etwa in China. Webber: »Wir gehen davon aus, dass der Markt für Halbleiter, die in Autos wandern, über die nächsten fünf Jahre durchschnittlich um 8 Prozent pro Jahr wächst.«