Gute Aussichten für den Telematik-Markt

Laut einer Studie von Frost&Sullivan wird der Markt für Telematik/Flotten-Management-Systeme (FMS) aufgrund der vielen Vorteile für die Betreiber in den nächsten Jahren weiter wachsen.

Laut der Studie »Commercial Vehicle Telematics is a Powerful Management Tool with a Clear Business Case and ROI for Fleet Operators« ist die Telematik im Bereich der Schwerlastfahrzeuge schon weiter verbreitet als bei den gewerblichen Leichtlastkraftwagen. Die Penetrationsrate für FMS lag im Jahr 2007 bei großen Flotten (über 50 Lkw) bei 33,2 Prozent, bei Flotten mit höchstens 20 Lkw dagegen lediglich bei 18,3 Prozent. Die Analysten von Frost & Sullivan gehen davon aus, dass der FMS-Markt künftig weiter wachsen wird, wobei vor allem der Anteil des Ersatzteilsektors zunehmen dürfte. Die Studie umfasst folgende Technologien: Track & Trace, FMS, Navigation, Fahrzeugtelematik und digitale Landkarten.

»Durch erfolgreiche Implementierung von Telematiksystemen in ihren Fahrzeugen werden Flotten wettbewerbsfähiger und verbessern damit außerdem den Kundenservice«, erläutert Leonor Martinez, Consulting Analyst bei Frost&Sullivan. »Daraus ergeben sich für die Anbieter solcher Systeme erhebliche Wachstumschancen. Allerdings haben unterschiedliche Kundengruppen wie beispielsweise Energieversorger oder Taxiunternehmen auch ganz unterschiedliche Bedürfnisse, was die digitalen Karten betrifft. Entsprechend positiv sind die Aussichten für diejenigen Akteure im Telematik-Markt, denen es gelingt, für ihre Kunden die jeweils relevanten Daten in die Systeme zu integrieren«.

Ein komplettes FMS bietet Flottenbetreibern sowohl auf der Straße als auch im Back Office Vorteile: Zu den Vorzügen zählt unter anderem eine Black Box mit Track&Trace-Funktion, die neben einer verbesserten Routenplanung auch das Echtzeit-Tracking von Fahrzeugen und Fahrern ermöglicht. Ein Bordcomputer mit FMS stellt darüber hinaus noch Informationen über das Fahrzeug selbst, umfangreiche Steuerungs-Tools für das Back Office sowie eine Nutzerschnittstelle für den Fahrer bereit.

»Für die Flottenbetreiber ist es wichtig zu wissen, dass sich die Kapitalrendite mit der Zeit immer weiter erhöht«, ergänzt Michael Minich, Consultant bei Frost&Sullivan. »Zuerst ergeben sich direkte Kosteneinsparungen, dann steigt die Kundenzufriedenheit und -loyalität und damit auch der Umsatz.« Gerade in Zeiten von Finanzkrise und konjunkturellem Abschwung leiden Logistik- und Transportunternehmen sowie kommerzielle Flotten anderer Industriezweige unter steigenden Kraftstoffpreisen und rückläufigen Umsätzen. Angesichts dieser Problematik zahlt sich eine Investition in Fahrzeugtelematik möglicherweise aus, um mit Hilfe dieser Systeme ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig Kosten zu sparen.

Die Studie Commercial Vehicle Telematics is a Powerful Management Tool with a Clear Business Case and ROI for Fleet Operators - White Paper ist Bestandteil des »Growth Partnership Services«-Programms Automotive & Transportation, das zudem folgende Studien umfasst: European Light Commercial Vehicle Telematics Systems Markets, European Heavy and Medium Commercial Vehicle Telematics Systems Markets und South Korean Commercial Vehicle Telematics Market.