Nach Hackerangriff Große Rückrufaktion bei Fiat-Chrysler

Bei einem Jeep Cherokee haben Hacker eine schwerwiegende Sicherheitslücke ausgenutzt.
Bei einem Jeep Cherokee haben Hacker eine schwerwiegende Sicherheitslücke ausgenutzt.

Um eine Sicherheitslücke zu schließen, ruft Fiat-Chrysler in den USA rund 1,4 Millionen Fahrzeuge zurück. Betroffen sind Modelle der Marken Dodge, Jeep, Ram und Chrysler.

Bei einem Jeep Cherokee war es Hackern gelungen, die Bremsen, die Geschwindigkeitsregelung, die Klimaanlage und das Radio des Fahrzeugs über eine GSM-Schnittstelle fernzusteuern. Möglich wurde dies durch eine Sicherheitslücke im Infotainmentsystem. Diese erlaubte es den Hackern, per mobiler Internetanbindung auf zentrale Fahrzeugfunktionen zuzugreifen und diese zu manipulieren. Da die entsprechende GSM-Schnittstelle nur bei Modellen auf dem amerikanischen Markt verbaut wurde, sind laut Angabe von Fiat-Chrysler Automobiles (FCA) Fahrzeuge in Europa nicht betroffen.

Es gibt zwar bereits ein Software-Update, mit dem sich die Sicherheitslücke schließen lässt. Doch dieses muss per USB-Stick ins Autosystem überspielt werden. Mit Hilfe der Rückrufaktion soll nun sichergestellt werden, dass die Updates schnell installiert werden.