Glänzende Aussichten für automobile Displays

Trotz massiver Absatzprobleme der Automobilhersteller sind Fahrzeuge, nach Mobiltelefonen, der zweitwichtigste Markt für kleine und mittlere Displays. Daran soll sich nach einer neuen Studie die nächsten Jahre auch nichts ändern.

Displays für automobile Anwendungen liegen, sowohl was die Stückzahl als auch den erzielten Umsatz betrifft, auf Platz zwei. Nur Mobiltelefone sorgen bei den Display-Herstellern für mehr Freude. Bis zum Jahr 2015 soll der Umsatz mit automobilen Displays von gegenwärtig 1,77 Mrd. Dollar auf 2,4 Mrd. Dollar weiter wachsen, so der "Automotive Displays Report" der Analysten DisplaySearch. Die Zahl der verbauten Displays soll im gleichen Zeitraum von 175,3 Mio. auf 231,1 Mio. steigen.

DisplaySearch unterscheidet bei seinen Untersuchungen zwischen größeren Displays für Navigation, Infotainment etc. und kleineren, die beispielsweise bei Bedieneinheiten für Klimaanlagen oder zur Anzeige einzelner Informationen im Kombiinstrument genutzt werden. Der Umsatz der größeren Displays soll von 1,03 Mrd. Dollar (2009) auf 1,56 Mrd. Dollar (2015) zunehmen, die verkauften Einheiten von 16,6 Mio. auf 34,4 Mio. Ein Großteil dieses Wachstum stammt, laut DisplaySearch, von 7-Zoll-Displays und geht zu Lasten mobiler Navigationsgeräte.

Ein Großteil der produzierten Automotive-Displays landete 2008 bei nur wenigen Kunden: Panasonic, Continental (inkl. SiemensVDO), Pioneer, Fujitsu-TEN und Alpine nahmen insgesamt mehr als die Hälfte der Produktion ab. Bei den Display-Herstellern dominierten TMDisplay (Marktanteil in den ersten drei Quartalen 2008: 38 Prozent) und Sharp (31,4 Prozent). Alle anderen Hersteller (AUO, Epson, Optrex, LG Display, TPO, Hitachi) konnten jeweils weniger als zehn Prozent Marktanteil verbuchen.