Gesetzgebung sorgt für Wachstum bei Kfz-Sensoren

Eine Studie von Frost&Sullivan prognostiziert dem europäischen Markt für fahrerunterstützende Sensorsysteme ein Umsatzwachstum von 1,75 Mrd. Euro im Jahr 2008 auf 3,16 Mrd. Euro im Jahr 2015. Grund hierfür sind die neuen gesetzlichen Vorschriften.

Die technologischen Fortschritte und neuen gesetzliche Vorschriften sorgen im Europamarkt für fahrerunterstützende Sensorsysteme, ESP-Sensoren, Sensoren für passive Sicherheitssysteme und Regensensoren für Wachstum. Nach der Studie » European Automotive Original Equipment DAS, ESP, Passive Safety and Rain Sensors Market«von Frost&Sullivan betrug das Umsatzvolumen dieser Branche im Jahr 2008 insgesamt 1,75 Mrd. Euro und soll bis zum Jahr 2015 auf 3,16 Mrd. Euro ansteigen.

»Der Bekanntheitsgrad der einzelnen Systeme bei den Endnutzern ist sehr unterschiedlich, und die Impulse für das Marktwachstum kommen aus ganz verschiedenen Richtungen«, beobachtet Roshan Devadoss, Branchenanalyst bei Frost&Sullivan. Entsprechend kontrastreich ist das Bild, das die Studie von diesem Markt zeichnet. Grund hierfür ist, dass fahrerunterstützende Sensorsysteme und ESP-Sensoren in Sicherheitsmodulen zum Einsatz kommen, die den Fahrkomfort steigern und die Sicherheit für Fahrzeuginsassen und Fußgänger gleichermaßen erhöhen. Diese Sensoren sind bisher in Europa noch wenig verbreitet, dürften aber bis 2015 ein beträchtliches Marktpotenzial entfalten.

»Der Einsatz von Sensoren für passive Sicherheitssysteme wird durch die Einstufung nach dem Europäischen Neuwagen-Bewertungsprogramm Euro NCAP gefördert, und die Fortschritte in der Mikrosystemtechnik (MEMS-Technologie) sorgen dafür, dass der Sektor trotz Sättigung immer noch wächst. Gleichzeitig führt die Entwicklung von passiven hin zu aktiven Sicherheitssystemen zum verstärkten Einsatz von fahrerunterstützenden Sensorsystemen wie Radar-, Lidar- und Bildsensoren«, zieht Devadoss Resümee. »Die Regensensoren erhalten ihre Impulse durch die Einführung neuer Komfortmerkmale. Die ESP-Sensoren wiederum werden in der Folge gesetzlicher Regelungen, die den Einbau solcher Module als Standardausstattung verlangen, voraussichtlich bis 2012 die Sättigung erreichen.«

Das Problem der hohen Forschungskosten und des fehlenden Schutzes der OEMs und Zulieferer

Eine Problematik des Fahrzeugsensorenmarktes besteht darin, dass sich die Investitionen erst nach verhältnismäßig langer Zeit rentieren. Die Entwicklung von Sensoren für fahrerunterstützende Sensor-Module erfordert erhebliche finanzielle Mittel. Daher verhalten sich die Unternehmen eher zurückhaltend, denn der Markt für solche Systeme ist sehr begrenzt, während die Kosten der Sensoren relativ hoch sind.