Alfa Romeo 4C Gegen den Trend

Dank eines Leistungsgewichts von vier Kilogramm pro PS kann der Alfa Romeo 4C mit deutlich teureren Sportwagen mithalten.
Dank eines Leistungsgewichts von vier Kilogramm pro PS kann der Alfa Romeo 4C mit deutlich teureren Sportwagen mithalten.

Keine Armada von Assistenzsystemen, keine Vernetzung, nicht einmal eine Servolenkung: Der Alfa Romeo 4C beherrscht die selten gewordene Kunst des Weglassens und präsentiert sich als ebenso leichtgewichtige wie kompromisslose Fahrmaschine.

895 Kilogramm Trockengewicht – von allen technischen Daten des rassigen Mittelmotor-Sportwagens ist das die wohl entscheidendste Größe. Auch wenn inklusive Fahrer, Treibstoff und Schmiermittel schnell die Ein-Tonnen-Marke erreicht wird, hat der 177 kW / 240 PS starke Turbomotor mit 1750 Kubikzentimetern Hubraum ein leichtes Spiel mit dem attraktiven Coupé. In nur 4,5 Sekunden beschleunigt der 4C auf 100 Stundenkilometer, und erst bei 258 km/h lässt der Vortrieb nach.

Einen wesentlichen Anteil am geringen Gesamtgewicht hat das aus kohlefaserhaltigem Kunststoff gefertigte Chassis. Aber auch Alfa Romeos Mut zur Lücke trägt zur Gewichtsreduktion bei: Der 4C muss ohne Handschuhfach und Mittelkonsole auskommen, die Lenkung verzichtet auf die Servounterstützung und Zugschlaufen ersetzen herkömmliche Türgriffe.

Trotz der mageren Ausstattung ist auch im 4C moderne Automobilelektronik zu finden: So informiert an Stelle klassischer Anzeigeinstrumente ein bunt animiertes TFT-Display den Fahrer. Und optional sind sogar LED-Scheinwerfer erhältlich. Zur Serienausstattung gehört eine Audioanlage inklusive Bluetooth-Unterstützung. Die tut sich allerdings schwer damit, den Klang des unmittelbar hinter den Sitzen untergebrachten Vierzylinders zu übertönen. Mindestens 50.500 Euro kostet der 4C, doch die Nachfrage übersteigt die Jahreskapazität von gerade einmal 3.500 Exemplaren pro Jahr deutlich. Woran das liegt, zeigt die Bildergalerie.

 

Bilder: 6

Alfa Romeo 4C

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