Fujitsu setzt bei Automotive auf den ARM-Cortex-R4F

ARM und Fujitsu Microelectronics haben eine Lizenzvereinbarung unterschrieben, nach der Fujitsu ab sofort den ARM-Cortex-R4F-Prozessor für Fahrzeuganwendungen einschließlich Sicherheit und Fahrwerk verwendet.

Die Vereinbarung umfasst außer dem Cortex-R4F-Prozessor auch das Entwicklerwerkzeug AMBA von ARM sowie die ARMs CoreSight-Technologie für On-Chip Debug- und Echtzeit-Tracing.

Der Cortex-R4F-Prozessor bietet einen starken Fokus auf Sicherheit, wie eingebettete Fehlerkorrektur (ECC) oder die Synthese-Option zur Implementierung von Lockstep-Architekturen, die die Zertifizierung nach IEC 61508 bzw. nach ISO 26262 unterstützen. Außerdem verfügt er über einen hochauflösenden Speicherschutz für eine engmaschige Kontrolle über unabhängige Software-Aufgaben. Anhand dieser Funktionen eignet er sich für Anwendungen, die auf der AUTOSAR-Laufzeitumgebung und der JasPar-Software-Plattform-Architektur für Fahrzeuge basieren.

Laut Prognosen wird die kumulierte jährliche Umsatzwachstumsrate für Fahrzeughalbleiter zwischen den Jahren 2007 und 2012 in etwa 7,7 Prozent betragen. Grund für dieses stetige Wachstum sind eine Vielzahl neuer Anwendungsgebiete für Elektronik in Fahrzeugen der derzeitigen und nächsten Generation. Abstandsregel-Tempomaten, Spurhalte-Assistenten oder die Überwachung der Müdigkeit und Aufmerksamkeit des Fahrers sind nur einige neue Assistenzsysteme, die in zukünftigen Fahrzeugen breiten Einsatz finden werden.

»Dank dieser Lizenzvereinbarung können wir unsere Position im Fahrzeugmarkt durch eine gemeinsame Kernplattform hinweg ausbauen«, erklärt Dirk Weinsziehr, VP Marketing and Development bei Fujitsu Microelectronics. »Fahrzeughersteller sind zunehmend bestrebt, ihre Mikroprozessor-Erfordernisse zu konsolidieren«, ergänzt Wayne Lyons, globaler Director von Automotive Solutions bei ARM.