Fahrerassistenzsysteme Freescale definiert Mikrocontroller zusammen mit BMW

Der Chip-Hersteller Freescale Semiconductor hat auf der Power-Architektur basierenden Qorivva-32-bit-Mikrocontroller angekündigt, mit dessen Hilfe kamerabasierte Parkassistenten, die bisher Fahrzeugen der Luxusklasse vorbehalten waren, erschwinglicher und somit für eine breitere Palette von Fahrzeugen verfügbar werden.

Die MCU überträgt hoch auflösende Videodaten für eine 360° Rundumsicht komprimiert über Fast Ethernet. Für die Übertragung der Videosignale benötigt man pro Auto üblicherweise vier oder fünf LVDS-Kabel, die jeweils um die 10 Dollar kosten. Dank Komprimierung und Übertragung der Videosignale über Ethernet lassen sich diese Kabel einsparen und die Materialkosten senken.

Durch die Verwendung von Ethernet-Zweidraht-Netzwerken können Automobilhersteller die Materialkosten senken, das Gewicht reduzieren und den Datendurchsatz steigern. Der Einsatz von Ethernet ist ein wichtiger Schritt beim Umstieg von geschlossenen Anwendungen auf ein offenes und skalierbares Netzwerk für Fahrerassistenzsysteme, in dem mehrere Systeme problemlos auf entsprechende Daten  des gleichen Sensors zugreifen können.

Die Qorivva-MCU wird zusammen mit mehreren rund um das Fahrzeug angeordneten Kameras eingesetzt. Ein CMOS-Bildsensor kann direkt angeschlossen werden. Bei der Erfassung von Videobildern werden die Videodaten mit Hilfe eines Motion-JPEG-Algorithmus komprimiert und dann über die 2-Draht-Ethernet-Leitung gesendet. Hardware-unterstütztes, AVB-konformes Time-Stamping gewährleistet eine präzise Echtzeitkommunikation und die Synchronisation der Kameraaufnahmen.