Kongresse Fortschreitende Elektrifizierung des Automobils

Moderator der Jahrestagung: Prof. Dr. Hans-Christian Reuss, Ordinarius für Kraftfahrzeugmechatronik an der Universität Stuttgart.

Auf der 14. Euroforum Jahrestagung "Elektronik-Systeme im Automobil", die Mitte Februar in München stattfand, stellten renommierte Referenten aus der Elektronik- und Automobilindustrie sowohl ihre Vision über den zukünftigen Einsatz automobiler Elektroniksysteme als auch die aus ihrer Sicht nötigen Schritte für den Weg in die Elektromobilität dar.

Auf der Jahrestagung dominierten drei Themengebiete den Inhalt der Fachvorträge: Die wachsende Nutzung elektronik-gestützter Systeme im internationalen Automobilbau, der Weg in die Elektromobilität und die dafür notwendigen Entwicklungsschritte, wie beispielsweise in der Batterietechnik. "Wir sind zwar davon überzeugt, dass der Verbrennungsmotor die nächsten 20 Jahre die dominante Antriebsart sein wird", erläuterte Dr. Johannes Liebl, Leiter Effiziente Dynamik bei BMW. "Daher gehen wir mit unserem ,Efficient Dynamics’-Ansatz seit dem Jahr 2009 bei unserer Flotte in die Breite und forschen intensiv weiter an Themen wie dem elektro-thermischen Generator (TEG). Wenn die Elektroautos in Serie gehen, gehen wir bei BMW auch mit dem TEG in Serie. Bereits heute fahren rund 100 Elektro- Einser im Praxisbetrieb auf den Straßen, um mit ihnen Eckdaten bezüglich Reichweite, Fahr- und Fahrerverhalten als auch die Auslegung solcher Fahrzeuge in Zukunft zu eruieren – sie stellen die Basis für unser angekündigtes ,Mega City Vehicle’-Projekt dar." "Mir ist klar, dass das Elektroauto aktuell nicht mit einem hoch optimierten Verbrennungsmotor-Fahrzeug mithalten kann, aber wir müssen heute anfangen, um morgen ein ähnlich effizientes Elektrofahrzeug zu haben", ergänzte Florian Wunsch, Business Development Manager der Zero Emissions Business Unit bei Nissan. "Wir sind uns bewusst darüber, dass jeder ,Grün’ haben, aber niemand mehr dafür zahlen will."

Aus diesem Grund war auch der Moderator der Jahrestagung, Prof. Dr. Hans-Christian Reuss, Ordinarius für Kraftfahrzeugmechatronik an der Universität Stuttgart (siehe Bild), gespannt darauf, wie die Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung in Zukunft dieses Forschungsgebiet koordinieren will. Einen kleinen Ausblick darauf, wie sich die Elektromobilität in Zukunft darstellen könnte, vermittelte Richard Canny, CEO von Think, dem Publikum mit seinem Vortrag über den integrierten skalierbaren EV-Antriebsstrang-Controller des norwegischen Elektroauto-Pioniers.