Forschungsprojekt SEIS: IP-basierten Systeme im Fahrzeug

Am 1.7.2009 startete das Forschungsprojekt SEIS (Sicherheit in Eingebetteten IP-basierten Systemen). Im Verbundprojekt wird die sichere Verwendung des Internetprotokolls (IP) für die Kommunikation von Steuergeräten im Fahrzeug erforscht. Es wurde innerhalb der Innovationsallianz Automobilelektronik (E|ENOVA) initiiert.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen der High-tech-Strategie der Bundesregierung und des Forschungsförderungsprogramms IKT2020. In den nächsten drei Jahren arbeiten zwölf Unternehmen der deutschen Automobilindustrie und sechs Forschungsinstitute gemeinsam an dem Projekt mit einem Gesamtbudget von ca. 18 Millionen Euro.

Ziel des SEIS-Projekts ist es, die Komplexität der Elektronikarchitektur reduzieren, indem das Internetprotokoll als gemeinsames Protokoll für die Vernetzung von Steuergeräten im Kraftfahrzeug genutzt wird. Ein Schwerpunkt ist dabei, eine durchgängige Sicherheitslösung für die Kommunikation dieser Systeme zu erarbeiten. Die Ergebnisse aus diesem Projekt werden für alle Bereiche der Datenvernetzung im Kraftfahrzeug eine wichtige Grundlage schaffen, um die wachsende Komplexität der Gesamtelektronik auch zukünftig effizient beherrschen zu können. Damit gewährleistet die Automobilindustrie weiterhin den hohen Standard bezüglich innovativer Funktionalität, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit.

An den Forschungsarbeiten für SEIS sind die Unternehmen Alcatel-Lucent Deutschland AG, Audi AG, Audi Electronics Venture GmbH, BMW AG, BMW Forschung und Technik GmbH, Continental Automotive GmbH, Daimler AG, EADS Deutschland GmbH, Elektrobit Automotive GmbH, Infineon Technologies AG, Robert Bosch GmbH, Volkswagen AG, die Universitäten Erlangen und Karlsruhe, sowie die Technischen Universitäten in Chemnitz und München, die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT beteiligt. Die BMW Forschung und Technik GmbH in München koordiniert das Gesamtprojekt.