Forschungsprojekt für Verkehrsfunkwarnung erfolgreich abgeschlossen

Das von 2005 bis 2008 gemeinschaftlich BMW, dem bayerischen Innenministerium, dem ADAC, PTV, GEWI und der Allianz Unfallforschung angelegte Forschungsprojekt Direkte Information und Warnung für Autofahrer (DIWA) für Verkehrsfunkwarnung und andere sicherheitsrelevante Dienste wurde erfolgreich abgeschlossen.

Das durch Feldversuche um Erding, Freising und Ebersberg durchgeführte Projekt profitierte von der technischen Weiterentwicklung im Rundfunkbereich. Die Erprobung eines frei verfügbaren Dienstes zur lokalen Gefahrenwarnung (LGW) stand dabei im Vordergrund. LGW kann den Fahrer in geeigneter Entfernung per Digital-Audio-Broadcast (DAB) vor einem vor ihm liegenden Hindernis, wie einer Autobahn-Baustelle warnen.

»Die DIWA-Ergebnisse zeigen bereits heute die Alltagstauglichkeit der Technik, die auf der Digitalisierung des Verkehrfunks durch den TPEG-Standard aufbaut«, erklärt Dirk Kessler, Leiter Verkehrstechnik und Verkehrsmanagement bei BMW. Außerdem wurde der Dienst Speedinfo getestet, der über dynamische Geschwindigkeitsanzeigen die aktuell zulässige Höchstgeschwindigkeit ins Fahrzeug übermittelt. Der Fahrer wird dabei über sein Navigationssystem, Headup-Display oder Radio im Fahrzeug informiert.

Gemäß dem »Weißbuch – Europäische Transportpolitik 2010« soll die Anzahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2010 halbiert werden. Hier setzt das DIWA-Projekt an: In Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wird seit knapp 10 Jahren der Verkehrsinformationsdienst RDS-TMC ausgestrahlt. Diese übermittelt Verkehrsmeldungen und wird von über vier Millionen mit Navigationssystemen ausgestatteten Fahrzeugen genutzt.

Aber RDS-TMC ist aufgrund der steigenden Verkehrsdichte an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. DIWA nutzt das Übertragungsprotokoll Transport-Protocol-Experts-Group (TPEG) das weniger fehleranfällig ist und im Sekundenbereich Daten überträgt, für die RDS-TMC Minuten benötigt. Darüber hinaus ist auch die Standorterfassung genauer als bei RDS-TMC, diese ist auf wenige Meter genau. Außerdem ermöglicht DIWA eine parallele Nutzung verschiedener Informationsdienste mit unterschiedlichem Inhalt.

Eine Möglichkeit zur Übertragung von DIWA ist DAB. Die digitale Rundfunktechnologie besitzt bereits eine 90-prozentige Flächendeckung in Deutschland und stellt ausreichend Kapazität für eine schnellere, exaktere Verkehrsinformation bereit.