Forschungsprojekt für Elektrofahrzeug-Energiespeichersystem gestartet

Um die steigende Energie- und Leistungsdichte von Lithium-Ionen-Akkus für Fahrzeuge nutzbar zu machen, haben das Batterien-Montage-Zentrum (BMZ), die Hochschule Aschaffenburg und Linde ein Forschungsprojekt initiiert.

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 480.000 Euro geförderten dreijährigen Forschungsprojektes soll durch die Kombination von Lithium-Ionen-Akkus und Doppelschichtkondensatoren ein Speichersystem mit hoher Spitzenleistung und hoher Energiedichte entstehen. Besonderes Augenmerk der Forscher gilt dabei der Optimierung des Energiemanagements, dem Schutz der Energiespeicher vor Überlastung und der Entwicklung neuer Methoden, durch die die Akkus in Gefahrensituationen sicher von den Verbrauchern getrennt werden.

Die Partner des vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt als Träger begleiteten Projektes wollen diese technologischen Anforderungen gemeinsam bewältigen. »Wenn wir das in Deutschland vorhandene Batterien- und Energiemanagement-Know-how stärker bündeln würden, könnten wir ähnlich wie schon heute in der Solartechnik auch in Bereich der Akkumulatoren mittelfristig durchaus eine internationale Spitzenstellung einnehmen. Das dafür nötige technische Wissen ist schon heute vorhanden«, meint Sven Bauer, Geschäftsführer der BMZ.

Auch Prof. Dr.-Ing. Johannes Teigelkötter, Leiter des Labors für Elektrische Maschinen, Leistungselektronik und Antriebe der Hochschule Aschaffenburg, gibt sich optimistisch: »In den vergangenen acht Jahren hat sich sowohl bei den Zellen und Akku-Technologien als auch im Bereich der Leistungselektronik unglaublich viel bewegt. Lithium-Ionen-Akkus haben inzwischen eine Energie- und Leistungsdichte erreicht, die noch vor nicht allzu langer Zeit als undenkbar galt, und auch das Energiemanagement lässt sich heute viel genauer steuern. Insofern sind wir sehr zuversichtlich, dass unser gemeinsames Projekt am Ende zu konkreten, wirtschaftlich nutzbaren Ergebnissen führen wird«.

Für das gemeinsame Forschungsprojekt stellt BMZ Anlagen, Geräte und Personal zur Verfügung, an der Hochschule wird für das Projekt zusätzlich ein Labor-Mitarbeiter und ein Teilzeit-Ingenieur eingestellt. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer Prüfanlage für Hochleistungsspeicher und Energiemanagementsysteme. Praktisch erprobt und optimiert werden die Forschungsergebnisse zunächst an Staplern mit Elektroantrieb. Hierfür stellt Linde einen Elektrostapler bereit.