Navigation Ford nutzt Google zur Optimierung von Fahrtstrecken

Nach dem Willen des Fahrzeugherstellers Ford soll Google-Technologie künftig helfen das Fahrverhalten von Ford-Fahrern vorherzusagen und so individuelle Optimierungen von Fahrzeugeinstellungen und Fahrt-Routen ermöglichen.

Ford will dazu den Web-Dienst Google Prediction API nutzen, die wurde kürzlich auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt wurde. Die Prediction API kann Fahrdaten individuell aufzeichnen und speichern – etwa welche Strecke ein Fahrer zu welcher Tageszeit gefahren ist. Die gespeicherten Informationen ermöglichen nützliche Voraussagen in Echtzeit zum aktuellen Fahrverhalten sowie die entsprechende optimale Anpassung bestimmter Parameter wie die Routenplanung, Fahrzeiten oder den Kraftstoffverbrauch.

Diese Informationen sollen künftig die eigenen Forschungsergebnisse ergänzen.

„Die Prediction API von Google erlaubt es uns, die individuellen Fahrdaten eines Fahrers über die Zeit hinweg zu sammeln, auszuwerten und sinnvoll zu nutzen“, sagt Ryan McGee, Technical Expert, Vehicle Controls Architecture and Algorithm Design, Ford Research and Innovation. „Anhand Google Prediction und unserer eigenen Forschungsergebnisse entdecken wir neue Wege, um Daten effizient für den Fahrer zu verarbeiten und gleichzeitig die Fahrzeugleistung zu verbessern.“

Nachdem sich der Fahrer mittels eines persönlichen Passworts beim System angemeldet hat, wird sein Profil aktiviert, inklusive aller bislang gespeicherten Daten. Startet er sein Fahrzeug, vergleicht die lernfähige Prediction API bislang gespeicherte und neue Daten, um Fahrstrecke und Fahrziel vorauszusagen. Gleichzeitig begrüßt der Bordcomputer den Fahrer je nach Datum und Tageszeit, zum Beispiel mit den Worten: „Guten Morgen, möchten Sie zur Arbeit fahren?“. Wenn der Fahrer die Frage mit „Ja“ bestätigt, würde das Motormanagement für die günstigste Fahrstrecke zum Arbeitsplatz optimiert. Spezielle Plug-ins für Hybridfahrzeuge ermöglichen außerdem das effizienteste Energiemanagement

„Wenn das Fahrziel einmal festgelegt wurde, wählt das System ausschließlich für den Fahrer relevante Verkehrsinformationen wie Staumeldungen oder Umleitungsempfehlungen aus. Dazu könnten in Zukunft auch exklusive Verkehrsleit-Informationen für Elektroautos gehören“, sagt Ryan McGee.

Erforderliche Speicher- und Rechenkapazitäten werden mittels Internet und Cloud-Computing ausgelagert. Statt aufwändiger On-Board-Technik ist nur eine Datenverbindung notwendig, zum Beispiel per Smartphone.