Ford ermutigt seine Zulieferer zur Restrukturierung

Ford spornt seine Zulieferer dazu an, die Krise in der Automobilindustrie als Chance zu nutzen, um ihre Produktportfolios, Finanzstrukturen und Herstellungsprozesse zu beleuchten, umzustrukturieren und so gesündere Geschäftsmodelle aufzusetzen.

Dadurch würden sowohl der OEM als auch die Zulieferer profitieren - nicht nur im Falle einer Erholung der weltweiten Automobilkonjunktur. Burt Jorden, Executive Director Einkauf Antriebsstrang weltweit bei Ford, begründet dies anhand der dramatischen Volumenreduzierung und am steigenden Modell/Derivate-Wirrwarr im weltweiten Fahrzeugbau. Diesen veränderten Rahmenbedingungen könnten die Zulieferer mit einer kritischen Betrachtung ihres Produktportfolios, ihrer Finanzstrukturen und einem Vergleich ihrer Bilanzen sowie einer Begutachtung ihrer Produktionsprozesse entgegnen, um so die Weichen wieder auf Erfolg und Wachstum zu stellen. »Ich will jeden unserer Zulieferer dazu ermutigen, sein Geschäftsmodell zu hinterfragen und sich darüber Gedanken zu machen, wohin der Weg in Zukunft gehen soll«, erklärt Jorden. »Diejenigen, die wir bei Ford als langjährige Partner eingestuft haben, unterstützen wir dabei, diese Ziele zu erreichen«.

Bereits im vergangenen Jahr stockte das Beschaffungswesen von Ford sein Risiko-Management-Team auf, um besser beleuchten zu können, ob die eigene Unternehmensbasis gesund genug aufgestellt ist. Aufbauend auf den damals erörterten Datenbestand – auch über seine Zulieferer - verstärkte Ford seine Konsolidierungsbemühungen. Zudem rief der OEM vor vier Jahren das Aligned-Business-Framework-(ABF)-Programm ins Leben, in dem die Schlüssellieferanten mit dem Automobilhersteller eine langfristige Partnerschaft eingingen, um sowohl die Zusammenarbeit als auch die gemeinsame Ertragslage zu optimieren.

Ende des Jahres 2008 verfügte Ford weltweit über 2198 Zulieferunternehmen, von denen wiederum 1683 durch das Ford-Beschaffungswesen als geeignet für neue Aufträge eingestuft wurden. Der OEM plant die Zahl potentieller Zulieferer auf insgesamt 850 Unternehmen bis zum Ende dieses Jahres und langfristig auf nur noch 750 Zulieferunternehmen reduzieren.