Die Fahrzeug-Feldbusse sind ein Engpass bei vielen Diagnoseaufgaben – Ethernet und TCP/IP könnten das Mittel der Zukunft sein Fahrzeugdiagnose über Internet-Protokolle

Bei der Werkstatt vorfahren, den Schlüssel abgeben: Der Werkstattmeister hat die Fehleranalyse bereits auf dem Bildschirm – WLAN wird dies möglich machen, denn TCP/IP bringt die notwendige Übertragungsrate für eine schnelle Diagnose.

Die Fahrzeug-Feldbusse sind ein Engpass bei vielen Diagnoseaufgaben – Ethernet und TCP/IP könnten das Mittel der Zukunft sein

Bei der Werkstatt vorfahren, den Schlüssel abgeben: Der Werkstattmeister hat die Fehleranalyse bereits auf dem Bildschirm – WLAN wird dies möglich machen, denn TCP/IP bringt die notwendige Übertragungsrate für eine schnelle Diagnose.

Im Fahrzeug vernetzen CAN-, FlexRay- und MOST-Busse die Steuergeräte untereinander. Zur Verbindung dieser Feldbusse hat sich eine sternförmige Netzwerktopologie etabliert, in der ein zentrales Gateway alle Busse verbindet (Bild 1) und gleichzeitig den externen Fahrzeugzugang über einen separaten CAN-Bus zum Diagnose-Stecker hin bereitstellt. Dabei erweist sich bei größeren Datenumfängen der Fahrzeugzugang über den CAN-Bus als Flaschenhals. Auf der anderen Seite existieren mit Ethernet und den Internet-Protokollen weit verbreitete und ausgereifte Standards, mit denen sich kostengünstige und breitbandige Fahrzeugzugänge realisieren lassen.

In der Vergangenheit war es bei einem Steuergeräte-Software-Update im Fahrzeug üblich, die Steuergeräte nacheinander, also seriell, mit Software vom Diagnose-Tester zu versorgen. Dieses einfache Vorgehen war in akzeptabler Zeit möglich, da sich der Anteil an reprogrammierbaren Steuergeräten und die erforderlichen Datenmengen in überschaubaren Grenzen hielten. In diesem seriellen Szenario nutzt im Idealfall jedes Steuergerät während seiner Update-Phase die gesamte Busbandbreite. Limitiert wird die Datenrate weniger durch die Datenrate des Busses als durch die Schreibgeschwindigkeit der Flash-/ EEPROM-Bausteine der Steuergeräte. Insbesondere gilt dies für die Reprogrammierung über FlexRay [2] oder MOST.