Fahrdynamiksimulation für Prototypen

Mit Hilfe der Fahrdynamiksimulation veDYNA von Tesis Dynaware untersuchen die Studenten der Formula Student Teams das Fahrverhalten ihrer FSAE-Fahrzeuge und nutzen die gewonnenen Erkenntnisse für eine geeignete Radaufhängung ihrer Prototypen.

veDYNA wurde für die Simulation der Fahrzeugdynamik, sowohl für Echtzeitanwendungen (Hardware-in-the-Loop, Software-in-the-Loop) als auch für Konzeptstudien auf einem handelsüblichen PC, entwickelt. Die Rechengeschwindigkeit ermöglicht auch rechenzeitintensive Anwendungen wie Optimierungen oder Parameteridentifikation.

Die Simulationsumgebung unterstützt die modellbasierte Funktionsentwicklung sowie das Testen von Fahrzeugkontrollsystemen wie ESP, geregelte Differentiale oder aktive Fahrwerkselemente. Weitere Einsatzgebiete sind Komponententests, etwa von Lenksystemen oder von Reifen in virtuellen oder realen Prüfständen. Zusätzlich zu einem präzisen Fahrzeugmodell enthält veDYNA eine flexible 3D-Straße, verschiedene Manövereinstellungen und einen virtuellen Testfahrer, der sich auf verschiedene Fahrertypen einstellen lässt.

Mit dem Traffic-Modul von veDYNA lässt sich ein Straßenverkehr mit mehreren Fremdfahrzeugen und Hindernissen simulieren. Dadurch lassen sich Fahrerassistenzsysteme, wie die Abstandsregelung zum Vorderfahrzeug (ACC), in einer virtuellen Verkehrsumgebung testen.

»Zukünftige Fahrzeuge werden auf wissenschaftlich fundierter Basis gebaut und wir sparen uns Hardware-Tests. Mit steigender Genauigkeit unserer Modellparameter wird veDYNA auch in zukünftigen FSAE-Projekten ein Werkzeug für die Fahrzeugsimulation sein«, fasst Tim Wright, Technischer Direktor des Curtin-University-FSAE-A-Projekts, seine Erfahrungen mit der Fahrzeug-Simulationsumgebung zusammen. Wright konstruierte und validierte mit veDYNA die Radaufhängung des Curtin-Boliden 2008. Unter Verwendung des Achs-Preprozessors lassen sich beliebige Aufhängungstypen modellieren.