Osram Extrem helle LED für Autoscheinwerfer

Jede Lichtfunktion im Scheinwerfer kleiner als eine Streichholzschachtel: Dies könnte mit den neuen LED-Prototypen von Osram Opto Semiconductors bald Realität werden.
Jede Lichtfunktion im Scheinwerfer kleiner als eine Streichholzschachtel: Dies könnte mit den neuen LED-Prototypen von Osram Opto Semiconductors bald Realität werden.

Osram Opto Semiconductors präsentiert eine LED für Autoscheinwerfer, deren Leuchtdichte dreimal so hoch ist wie die bisheriger Varianten. Damit kann mit nur einer LED bereits ein komplettes Abblendlicht realisiert werden. Bisher waren je nach Design und LED-Typ immer mehrere LED-Chips notwendig.

Ermöglicht wird die enorme Helligkeit durch eine Kombination aus UX:3-Chiptechnologie mit Hochstrom- und der sogenannten Keramikkonversionstechnologie. In Zukunft können so deutlich kleinere Scheinwerferdesigns – jede Lichtfunktion kleiner als eine Streichholzschachtel – realisiert werden: Ein 30 mm x 50 mm kleines Abblendlicht, das mit nur einem LED-Chip als Lichtquelle enorme 1.400 Lumen generiert – dies könnte mit der von Osram-Experten neu entwickelten LED bereits in wenigen Jahren Realität sein. Die LED verfügt mit 200 Megacandela pro m² über einen dreimal so großen Wert wie bisherige Leuchtdioden für diese Anwendungen und verliert selbst bei hohen Betriebstemperaturen von 85° C weniger als zehn Prozent ihrer Intensität.

Gemessen wurden die hohen Helligkeitswerte im Labor. Sie sollen aber bald auch bei Serienprodukten erreicht werden: Die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung werden im nächsten Jahr schrittweise in die Produktentwicklung bei Osram Opto Semiconductors einfließen. Eine daraus entstehende Serien-LED könnte zusammen mit dem Einsatz von Lasertechnologie, die eine sehr hohe Leuchtdichte besitzt, künftig sehr kompakte Scheinwerferlösungen ermöglichen und das Osram-Produktportfolio in diesem Bereich ergänzen.

So sind beispielsweise ein ultrakompakter Scheinwerfer mit einem Laserfernlicht und einem LED-Abblendlicht sowie weitere Automotive-Anwendungen wie die Innenbeleuchtung oder neuartige Head-Up-Displays denkbar. Dabei werden wichtige Informationen, wie der mit einer Kamera aufgenommene Bereich vor dem Auto oder Navigationshinweise, direkt in die Windschutzscheibe projiziert und wirken künftig wesentlich plastischer als bei bisherigen Varianten. Diese Displays werden deshalb der „Augmented Reality“ (erweiterte Realität) zugeordnet, da sie die Wahrnehmung mit zusätzlichen Informationen anreichern und somit einen neuen Realitätseindruck ermöglichen.