ETAS und Symtavision beschließen Kooperation

Die Partnerschaft zwischen ETAS und Symtavision hat zum Ziel, das AUTOSAR-Betriebssystem RTA-OS sowie die Werkzeuge ASCET und INTECRIO von ETAS um Funktionen für Verifikation und Optimierung von Timing und Performanz zu erweitern.

In den ersten Entwürfen elektronischer Echtzeit-Systeme werden Timing- und Performanzgesichtspunkte oft vernachlässigt, da Funktionen dafür fehlen. Symtavisions Werkzeugpaket SymTA/S ermöglicht den Entwurf und die Verifizierung der Systemperformanz in allen Entwicklungsphasen. Schwerpunkt der Zusammenarbeit von ETAS und Symtavision ist die nahtlose Werkzeugintegration für Scheduling, Performanzanalyse und Optimierung in den Entwicklungsphasen Systementwurf, Implementierung und Verifikation.

Die Kooperation führt das ETAS-Know-how im Bereich Modellierung und Codegenerierung mit Symtavisions Timing-Analysen zusammen. Dies umfasst auch das dynamische Verhalten von Steuergeräten aufgrund von Unterbrechungen, Kontextwechseln, Blockierungen oder Jitter sowie die Datenflussanalyse und den Support von Multicore-Steuergeräten. Die Tool-Kopplung erlaubt es den Anwendern von ETAS-Werkzeugen, das Bus-Scheduling bis hin zur End-to-End-Timing-Analyse eines Netzwerks mit zahlreichen Steuergeräten und Gateways zu prüfen.

Ein Beispiel für die Vorteile der Tool-Kopplung ist die Verifikation des Schedulings eines SIL-3-Steuergeräts eines deutschen Automobilherstellers. Ausgehend von der Modellbildung in ASCET wurden die für SymTA/S erforderlichen Eingabedaten generiert. SymTA/S konnte verifizieren, dass das Scheduling des Steuergeräts in allen zulässigen Systemzuständen innerhalb der Spezifikation liegt. Zudem wurde erkannt, dass sich die Anforderungen auch mit einer kleinen CPU und preiswerterem Speicher erfüllen ließen, was zu deutlich geringeren Kosten führte.