Es müssen nicht immer LEDs sein

Dedizierte Tagfahrlicht-Leuchten werden in der EU für alle neuen Fahrzeugmodelle ab 2011 Pflicht. Obwohl viele Hersteller hierfür auf LEDs setzen, kann auch eine Halogen-Lampenvariante eine geeignete Alternative darstellen.

Dedizierte Tagfahrlicht-Leuchten werden in der EU für alle neuen Fahrzeugmodelle ab 2011 Pflicht. Obwohl viele Hersteller hierfür auf LEDs setzen, kann auch eine Halogen-Lampenvariante eine geeignete Alternative darstellen.

Die Nutzung von Abblendlicht bzw. Tagfahrlicht am Tag ist bereits heute in manchen Ländern vorgeschrieben. Der Gebrauch des konventionellen Abblendlichtes bietet aber mehrere Nachteile: Die Abstrahlcharakteristik ist nicht darauf ausgerichtet, am Tag gesehen zu werden, zudem benötigt das Abblendlicht 70 W (Xenon) bzw. 110 W (Halogen) an Leistung, die direkt auf den Kraftstoffverbrauch durchschlägt.

Auch die Lebensdauer der Leuchtmittel reduziert sich durch die Dauerbelastung entsprechend. Gerade Premium-Hersteller wie Audi, BMW oder Mercedes setzen deshalb auf LED-Leuchten, die im Frontbereich des Fahrzeugs integriert werden müssen.

Um die Integration des Tagfahrlichts zu vereinfachen, hat Osram (www.osram.com) eine Zweifaden-Halogen-Lampe entwickelt, die Fern- und Tagfahrlicht in einem Leuchtmittel vereint. Die H15-Lampe kommt bereits in der aktuellen Version des Volkswagen Golf (Bild 1) zum Einsatz.

Die Glühwendel für das Tagfahrlicht benötigt mit 15 W deutlich weniger Leistung als das Abblendlicht. Der Leistungsbedarf des Fernlichts liegt bei den gewohnten 55 W. Die H15 verfügt zudem über ein neues Sockelsystem, das einen einfachen und sicheren Lampenwechsel ermöglichen soll (Bild 2). Beim Eindrehen in die entsprechende Fassung wird der Stromkreis über hervorstehende Kontaktfahnen geschlossen und die Lampe von diesen gleichzeitig mechanisch fixiert. Einsatzgebiet der Zweifaden-Lampe sollen in erster Linie Fahrzeuge des unteren und mittleren Preissegments sein, die sich somit auch in der laufenden Serie umrüsten lassen. sj