Erste Hybrid-Rennserie weltweit

Die World Sports Car Organisation (WSCO) hat mit Genehmigung der FIA die weltweit erste Rennserie für Hybrid-Fahrzeuge gestartet, um den Rennsport »grüner« zu gestalten und das technisch Mögliche dieser Nachrüsttechnologie zu demonstrieren.

Bei allen Rennboliden von Alfa-Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Fiat-Abarth, Ford, Honda, Mercedes, Opel, Peugeot, Renault, Seat, Toyota, Volkswagen und Volvo der Prototypenklassen C1, C2 und CN (2 Liter mit und ohne Turbo nach dem S2000- und CN-Reglement) kommt das vom Taufkirchner Unternehmen Ecodrive51 entwickelte MVST-Energie-Rückgewinnungs-System »E-traction« zum Einsatz.

Das System liefert bis zu 35 kW extra Leistung während der Beschleunigung und reduziert zugleich den Benzinverbrauch und die CO2-Emissionen um knapp 10 Prozent. Außerdem ermutigt die WSCO die Fahrer und Teams dabei, alternative Treibstoffarten wie Autogas zu verwenden, wodurch eine weitere Reduktion von Schadstoffemissionen erfolgen kann.

Das Micro-Hybrid-System von ecodrive51 lässt sich an allen Fahrzeuge nachrüsten und erhöht den Wirkungsgrad des Benzin-Antriebs von rund 32 auf knapp 55 Prozent. Auf der Rennstrecke kann dadurch eine Kraftstoff- und CO2-Emissions-Einsparung von rund 9 Prozent realisiert werden. Bei WSCO-Fahrzeugen mit Autogas kann der CO2-Ausstoss nochmals um rund 18 Prozent minimiert werden. Einen ersten Eindruck der Hybrid-Rennserie der WSCO können Sie sich mit der nachfolgenden Bilderstrecke verschaffen:

Die Ausgangsleistung des Micro-Hybrid-Antriebs erreicht während der Beschleunigungsphase zwischen 35 und 100 kW - das Drehmoment variiert zwischen 55 und 300 Nm. Das Batteriesystem ist eine Kombination aus »super caps« und der Lithium-Ionen-Technologie und verfügt über ein Gesamtgewicht von rund 12 kg plus weitere 7 kg für die Ladeeinheit. Die benötigte Kapazität der eingesetzten Lithium-Ioenen-Batterien beträgt 0,8 kW/p, wobei 1,2 kW/p das Optimum darstellen.

Im Vergleich mit dem in der Formel 1 eingesetzen KERS-System ist das H51-System eine kostengünstige und leicht nachrüstbare Alternative für den breiten Motorsport, da dafür kein spezielles Differential oder modifizierte Antriebswelle notwendig eingebaut werden muss. Außerdem reicht dem H51 ein Bruchteil der Batteriekapazität für einen effizienten Renneinsatz im Gegensatz zum KERS-System. In Kombination mit einem Autogas-Motor lassen sich auch mit dem Nachrüst-Hybrid die Gesamtemissionen um 80 Prozent und die CO2-Emissionen um 26 Prozent reduzieren.