Ersatz für den Fotowiderstand

Sensoren mit integrierter Signalverarbeitung bieten wesentliche Vorteile gegenüber den „nackten“ Sensor-Bauelementen. Durch die Integration von Signalverstärkung und -konditionierung bieten sie durchweg einen größeren Dynamikbereich und eine bessere Langzeitstabilität.

Sensoren mit integrierter Signalverarbeitung bieten wesentliche Vorteile gegenüber den „nackten“ Sensor-Bauelementen. Durch die Integration von Signalverstärkung und -konditionierung bieten sie durchweg einen größeren Dynamikbereich und eine bessere Langzeitstabilität.

Der „Mixed Signal“-Halbleiterhersteller Melexis (www.melexis.com) stellt mit dem MLX75303 einen integrierten optischen Sensor vor, mit dem die herkömmlichen Fotowiderstände (LDR – Light Dependance Resistors) ersetzt werden können. Der Baustein der Sensor-Famile SensorEyeC integriert einen optischen Sensor mit einem Transimpedanz-Verstärker und einem Schmitt-Trigger. Anders als bei den herkömmlichen Fotowiderständen bleibt die Lichtempfindlichkeit des Bausteins über lange Zeiträume und einen weiten Temperaturbereich hinweg stabil. Letzterer reicht immerhin von –40 °C bis +125 °C.

Das Sensor-IC bietet einen weiten Dynamikbereich; es kann das Tausendfache der Schwellenlichtstärke verarbeiten, ohne dass etwa die typische Schaltzeit wesentlich beeinflusst würde, die bei rund 10 μs liegt. Damit kann der Sensor in Umgebungen eingesetzt werden, in denen mit Verschmutzungen gerechnet werden muss. Die neuen Sensoren werden im DFN-Gehäuse (DFN – Dual Flat No Lead) mit den geringen Abmessungen 3 mm × 3 mm × 0,65 mm ausgeliefert. Das Fenster der Fotodiode ist 0,6 mm × 0,6 mm groß, damit ist die Justage etwa auf die optische Achse der beleuchtenden Fotodiode unkritisch.

Anwendungen nicht nur im Automobil

Im Automobil kann der Sensor etwa für eine Tag/Nacht-Erfassung zur automatischen Steuerung der Scheinwerfer, das umgebungslichtgesteuerte „Dimmen“ der Instrumente und Displays eingesetzt werden. Als weitere Nutzungsmöglichkeit nennt der Hersteller Handsensoren in Türgriffen. Der Sensor eignet sich entsprechend in der Gebäudeautomatisierung für die Lichtsteuerung in Innenräumen und die Steuerung des Sonnenschutzes. Eine weitere mögliche Anwendung besteht bei den Haushaltsrobotern: Eine Nahfeld-Erkennung mit infrarotem Licht kann etwa einen autonomen Staubsauger davor bewahren, die Treppe herunterzufallen. jw