TRW Elektronische Hupe ohne bewegliche Elemente

Die elektronische Hupe wird durch Berühren einer sensitiven Fläche aktiviert.
Die elektronische Hupe wird durch Berühren einer sensitiven Fläche aktiviert.

Eine sanfte Berührung genügt: Dank einer sensitiven Fläche, die auf Kapazitätsänderungen reagiert, lässt sich die neue Hupe von TRW ohne großen Kraftaufwand betätigen.

TRW entwickelt am Standort Aschaffenburg eine elektronische Hupe (Electronic Horn System, EHS) mit kapazitiver Oberfläche. Diese sensitive Fläche ist in die Airbag-Abdeckung im Lenkrad integriert und ermöglicht Autofahrern, die Fahrzeughupe mit geringem Kraftaufwand durch eine Berührung zu aktivieren. Die neue Technologie bietet im Vergleich zu konventionellen Hupenbetätigungen eine Reihe von Vorteilen: ansprechendes Design, optimierte Funktionalität, weniger Komponenten sowie leichtes Betätigen der Hupe. TRW geht davon aus, dass das neue EHS 2014 serienreif sein wird.

Guido Hirzmann, Group Leader New Technology Mechatronic bei TRW in Aschaffenburg, erläutert die Hintergründe für die Neuentwicklung: „Klassische Hupenbetätigungen im Lenkrad können sperrig und kostspielig sein. Unser neues EHS erlaubt eine signifikante Reduzierung von Bauteilen wie Federn, Silberkontakten und Schrauben. Es gibt keine beweglichen Elemente mehr, so dass der Fahrer-Airbag direkt im Lenkrad befestigt werden kann. Infolgedessen bietet das System eine verbesserte Passform und Symmetrie. Zudem kann die Bauteilfuge zwischen Lenkrad und Airbag deutlich reduziert werden.“

Im Wesentlichen besteht das EHS aus der Airbag-Abdeckung, einem Sensor sowie einer Auswerteeinheit. Misst die Auswerteeinheit eine kapazitive Änderung über einen definierten Schwellwert hinaus, so wird dies als Wunsch vom Fahrer gewertet, die Fahrzeughupe zu aktivieren. Daraufhin übermittelt die Auswerteelektronik einen entsprechenden Befehl an das Fahrzeug. Um Fehlauslösungen der Fahrzeughupe durch versehentliche Berührung zu vermeiden, hat TRW entsprechende Gegenmaßnahmen sowohl auf mechanischer als auch auf elektronischer Basis entwickelt.

„Wir haben uns für diese kapazitive Lösung entschieden, weil heute immer mehr elektronische Geräte mit dieser Technologie ausgestattet sind. Dadurch ist sie vielen Nutzern – vor allem jüngeren Autofahrern – vertraut und die Akzeptanz für solche Systeme hoch“, ergänzt Hirzmann. „Das EHS ist außerdem skalierbar und sehr flexibel. Zum Beispiel können wir die sensitive Oberfläche nahe der üblichen Handposition in einen Multifunktionsschalter in das Lenkrad integrieren.“